Raumfahrt
Nasa will neue Raumfähren entwickeln

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will den Schwerpunkt ihrer Ausgaben künftig auf die Entwicklung einer neuen Generation von Raumfähren legen, um bis zum Mond und Mars zu fliegen.

dpa WASHINGTON. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will den Schwerpunkt ihrer Ausgaben künftig auf die Entwicklung einer neuen Generation von Raumfähren legen, um bis zum Mond und Mars zu fliegen.

„Die Ausweitung der Menschheit auf unser Sonnensystem wird ohne Zweifel zu den größten Errungenschaften gehören“, sagte Nasa-Direktor Michael Griffin am Montag (Ortszeit) in Washington bei der Vorstellung des Haushaltsplanes für das Finanzjahr 2007.

Die Nasa will darüber hinaus am vereinbarten Ausbau der Internationalen Raumstation ISS festhalten, aber dabei mit der geringst möglichen Zahl von 16 Shuttle-Flügen auskommen. Aus Einsparungsgründen will die Nasa in der Raumstation weniger forschen.

Damit scheint sichergestellt, dass nach dem Flug des deutschen Astronauten Thomas Reiter zur ISS das europäische Raumlabor Columbus an die Raumstation andocken wird. Nach dem nächsten, für Mai geplanten Flug einer Raumfähre zur ISS will die Nasa entscheiden, ob sie einen Reparatureinsatz am alternden Weltraumteleskop Hubble in Angriff nehmen wird.

Der Haushaltsentwurf für die Nasa für das am 1. Oktober beginnende Finanzjahr sieht eine Steigerung von 3,2 Prozent auf insgesamt 16,8 Mrd. Dollar (14,1 Mrd. Euro) vor. Der größte Einzelposten ist dabei die Entwicklung einer neuen Generation von Raumfähren für die Zeit zwischen 2010 und 2014 und die Entwicklung einer neuen Mondlandesonde und einer Startrampe.

Sparen wird die Nasa künftig an wissenschaftlichen Forschungsprogrammen. Zwar scheint die Finanzierung für laufende Projekte wie die Mars-Rover, die Saturn-Sonde Cassini und die Pluto-Sonde New Horizons sicher, aber andere Projekte könnten nach Angaben der Nasa zeitlich gestreckt werden. Zu den gefährdeten Missionen gehört der Flug einer Sonde zum Mond des Gasplaneten Jupiter, Europa, sowie die Erforschung von erdähnlichen Planeten, die um Sterne kreisen.

Für die wissenschaftlichen Programme hatte die Nasa im Vorjahr, noch vor dem Amtsantritt Griffins, Steigerungen von bis zu acht Prozent pro Jahr veranschlagt. Jetzt sollen diese Programme im Haushaltsjahr 2007 nur noch um 1,7 und in den Folgejahren um 1 Prozent wachsen. Die Nasa erfülle ihre Prioritäten, die vom Präsidenten und vom Kongress gesetzt würden, sagte Griffin. Bush hatte im Januar 2004 seine Weltraumvision von der Rückkehr zum Mond bis zum Jahr 2020 und Flügen bis zum Mars und darüber hinaus vorgestellt.

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