Raumfahrt
Phoenix startet Backbetrieb auf dem Mars

Auf dem Mars wird jetzt gebacken: Die Nasa-Sonde Phoenix hat ihren Analyseofen endlich in Betrieb nehmen können - nach sechs vergeblichen Anläufen. Spezielle Sensoren suchen jetzt in den erhitzten Bodenproben nach Hinweisen, ob es auf dem Roten Planeten Leben geben könnte.

HB WASHINGTON. Nach mehreren vergeblichen Anläufen sind die ersten Mars-Bodenproben im Analyseofen der Sonde „Phoenix“ verstaut. Ein Infrarot-Taststrahl bestätigte, dass die Probe von der Planeten-Oberfläche durch den Einlassfilter in das Gerät gerutscht ist und somit nun untersucht werden kann, berichteten Nasa-Experten vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena (Kalifornien).

Seit Samstag hatte die vom Roboterarm der Sonde aufgeschaufelte Probe auf dem Filter gelegen: Sie war zu verklumpt, um den Weg in den Miniaturofen zu schaffen. Wiederholt schalteten die Nasa-Wissenschaftler ein Werkzeug ein, das die Probe zerteilen und zerkleinern sollte – zunächst vergeblich. Erst beim siebten Einsatz in der Nacht zum Mittwoch hatte die Methode endlich den erhofften Erfolg. „Wir haben einen Ofen voll, das Problem liegt hinter uns““, jubelte Nasa-Forscher Bill Boynton.

Die Gesteinsproben sollen unter anderem auf rund 1000 Grad Celsius erhitzt werden, um Aufschluss über den Wassergehalt und die in der Probe enthaltenen Minerale zu erhalten. Die Forscher suchen insbesondere nach Spuren von Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff. Hintergrund der Analyse ist unter anderem die Frage, ob sich auf dem Roten Planeten Spuren von Leben finden lassen.

„Phoenix“ hatte nach einer fast zehnmonatigen Reise Ende Mai den Mars erreicht. Nach der Landung in der Nordpol-Region des Planeten soll die Sonde mindestens drei Monate lang Bodenproben sammeln.

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