Raumfahrt
Riss an Sonnensegel gefährdet ISS-Ausbau

Panne bei Außeneinsatz im Weltraum: Eines der neu montierten Sonnensegel der Internationalen Raumstation ISS ist eingerissen. Offenbar wurden die Astronauten bei der Montage des Bauteils von der Sonne geblendet. Der Schaden stellt die Nasa vor ernste Probleme.

HB HOUSTON. Die Astronauten der US-Raumfähre „Discovery“ haben beim Ausbau der Internationalen Raumstation ISS am Dienstag einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Eines der von ihnen neu montierten Sonnensegel der Station hat einen Riss. Der Fehler wurde entdeckt, als das Segel am Dienstag entfaltet wurde. Daraufhin brach die Nasa den Vorgang sofort ab.

Zuvor hatten die Astronauten einen 18 Tonnen schweren Träger für die Solarzellen an die ISS montiert und waren guter Dinge, dass das Ausfalten des Segels problemlos funktionieren würde. „Es sieht so aus, als ob der Schaden ganz plötzlich eingetreten ist“, sagte „Discovery“-Kommandantin Pamela Melroy. Die Astronauten, die die Montagearbeiten ausführten, waren offenbar von der Sonne geblendet, so dass sie den Schaden nicht gleich bemerken konnten.

Hätte sich das 73 Meter lange Sonnensegel in dem Träger wie vorgesehen beidseitig entfaltet, wäre damit der US-Raumfahrtbehörde Nasa zufolge die Stromversorgung des geplanten europäischen Labormoduls „Columbus“ gesichert gewesen. Das Modul soll im Dezember zur ISS gebracht werden.

Zuvor war bereits ein Problem mit einem Drehgelenk aufgetreten, das die wie ein Akkordeon an dem Stahlträger ausklappenden Sonnensegel nach der Sonne ausrichten soll. Zur Überprüfung des Drehgelenks ist ein weiterer Außenbordeinsatz für Donnerstag geplant.

Die Astronauten der US-Raumfähre „Discovery“ bleiben bis Montag in der ISS. Die Rückkehr zur Erde ist für Mittwoch nächster Woche geplant.

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