Raumfahrt
Shuttle verliert Metallklammer im All

Schrecksekunde im All: Die US-Raumfähre „Discovery“ hat kurz vor der Landung ein Metallteil ihres Bremssystems verloren. Nach Einschätzung der Nasa gefährdet der Schaden zwar die Landung selbst nicht, doch die Astronauten meldeten gleich noch eine weitere Anomalie.

HB HOUSTON. Kurz vor der Landung hat die US-Raumfähre „Discovery“ eine Metallklammer an der Isolierung eines Bremssystems verloren. Die Astronauten teilten der Bodenkontrolle mit, dass sich am Heck des Shuttles ein etwa 30 mal 45 Zentimeter großes und rechteckiges Bauteil selbstständig gemacht habe. Die Nasa erklärte am Freitag jedoch, dass die für Samstag geplante Landung dadurch nicht gefährdet sei. Die siebenköpfige Besatzung entdeckte außerdem eine Beule an einem Seitenruder.

Bei der Metallklammer handelt es sich um ein Teil der Wärmeisolation an einer Bremse im Heck der Raumfähre, die bei der Landung eingesetzt wird. Besonders wichtig sei die Isolationsklammer aber beim Start der Raumfähre, um die Bremsen vor den hohen Temperaturen zu schützen. „Raumfähren sind schon ohne zurückgekommen. Es ist für den Wiedereintritt nicht entscheidend“, erklärte die Nasa. Die von den Astronauten gesehene Beule sei nur eine optische Täuschung, hieß es.

Im Lauf der „Discovery“-Mission wurde ein wichtiger Teil des japanischen Forschungslabors „Kibo“ an der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht. Das Labor ist etwa so groß wie ein Reisebus und damit nunmehr der größte Raum der ISS. Die „Discovery“ soll am Samstag um 17:15 Uhr MESZ in Cape Canaveral, Florida, landen.

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