Raumfahrt
Sojus mit drei Astronauten auf dem Weg zur ISS

Vom Weltraumbahnhof Baikonur sind drei Raumfahrer mit einer Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Astronauten sollen die bereits auf der Station befindliche Besatzung verstärken und etwa fünf Monate im All bleiben
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HB BAIKONUR. Drei Astronauten sind vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zu ihrer Mission in der Internationalen Weltraumstation ISS aufgebrochen. Das Raumschiff Sojus TMA-20 hob am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) ab und soll am Freitag um 21.12 Uhr MEZ an der ISS andocken.

Der Russe Dimitri Kondratjew, die Nasa-Astronautin Catherine Coleman und Paolo Nespoli von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) werden fünf Monate in der ISS verbringen. Im April kommenden Jahres werden sie dort den Jahrestag von Juri Gagarins erstem Weltraumflug vor 50 Jahren feiern.

Mit der Ankunft der drei Raumfahrer wird die sechsköpfige Besatzung der ISS wieder komplett sein. Die beiden Kosmonauten Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka sowie der Nasa-Astronaut Scott Kelly hatten in den vergangenen drei Wochen allein auf der Raumstation Wache gehalten.

Kondratjew wies vor dem Start der Trägerrakete Bedenken zurück, dass die Kapsel des Raumschiffs beim Wiedereintritt in die Atmosphäre Probleme bereiten könnte. Nachdem das Raumschiff beim Verladen in Baikonur beschädigt worden war, musste es kurzfristig ersetzt werden. „Alle Überprüfungen sind abgeschlossen und haben positive Ergebnisse gezeigt“, sagte Kondratjew. „Wir haben überhaupt keine Zweifel an der Verlässlichkeit des Raumschiffs.“

Kondratjew kündigte an, sich im All mit Karate in Form halten zu wollen. „Keine Ahnung, ob mir das in der Schwerelosigkeit gelingt, aber ich versuche es“, sagte er vor dem Start.

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  • dann bin ich mal gespannt, ob es mit Karate in der Schwerlosigkeit funktioniert.

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