Raumfahrt: Sojus startet zur Raumstation ISS

Raumfahrt
Sojus startet zur Raumstation ISS

Drei Raumfahrer sind an Bord einer russischen Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Trägerrakete vom Typ Sojus-FG startete bei eisigem Frost vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.
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BaikonurEin bemanntes russisches Raumschiff hat sich am heutigen Mittwoch auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS gemacht. Sojus TMA-07M mit dem Russen Roman Romanenko, dem Amerikaner Thomas Marshburn und dem Kanadier Christopher Hadfield an Bord habe pünktlich um 13.12 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan abgehoben, teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit. Die Ankopplung am russischen „Rasswet“-Modul der Raumstation ist für Freitagnachmittag um 15.12 Uhr geplant.

Das Trio hat unter anderem eine „elektronische Spürnase“ im Gepäck. Das Gerät, das im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom Raumfahrtunternehmen Astrium in Friedrichshafen gebaut wurde, soll die Bakterien- und Pilzbelastung im russischen ISS-Segment messen, die für Mensch und Technik gefährlich sein kann. Partner des wissenschaftlichen Projekts ist das Moskauer Institut für Medizinische und Biologische Probleme (IMBP), das für die Gesundheit der Besatzung zuständig ist.

Obwohl auch Astronauten gelegentlich abergläubisch sind, lassen sich Romanenko, Marshburn und Hadfield nicht vom Medienhype um den angeblichen Weltuntergang am 21. Dezember nach dem Maya-Kalender beirren. Sollte der Freitag wirklich der letzte Tag der Welt sein, könnten die Astronauten das aus einer „interessanten Perspektive“ beobachten, kommentierte Hadfield augenzwinkernd.

Die drei Raumfahrer sollen 147 Tage im All bleiben und rund 150 wissenschaftliche Experimente durchführen. Zudem empfangen sie mehrere automatische Frachtraumschiffe und steigen zweimal in den freien Weltraum aus. Erst einmal dürfen sie sich aber auf ein Jubiläum am Freitag freuen:  Es wird die 150. Kopplung einer Sojus-Kapsel an eine Raumstation im Erdorbit sein..

Mit den Dreien erreicht die ISS-Besatzung wieder ihre Soll-Stärke von sechs Mitgliedern. Seit Mitte November arbeiten Kevin Ford (USA), Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin (beide Russland) allein auf der Raumstation.

 

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