Raumfahrt
Sonde liefert „Wanderkarten“ vom Mars

Künftige Marsurlauber könnten theoretisch auf topographische „Wanderkarten“ der Europäischen Raumfahrtagentur Esa zurückgreifen.

dpa PARIS. Künftige Marsurlauber könnten theoretisch auf topographische „Wanderkarten“ der Europäischen Raumfahrtagentur Esa zurückgreifen. Seit mehr als drei Jahren macht eine Stereokamera des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für die Esa-Mission Mars Express Aufnahmen von der Oberfläche des Roten Planeten.

Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin nutzten die Daten, um Marskarten zu entwerfen. Der kleinste Maßstab: 1:50 000. Das teilte die Esa am Montag auf ihrer Internetseite mit.

Bei einer Bildauflösung bis zehn Meter je Bildpunkt (Pixel) zeigen die Landkarten auch Geländedetails und machen Höhenunterschiede gut sichtbar. Sie bilden damit eine gute Arbeitsgrundlage für die Marsforschung. Beispielblätter der Esa zeigen Karten der Region Iani Chaos in der Auflösung 1:50 000. Das zerklüftete Erosionsgebiet auf 330 mal 430 Kilometern Fläche ist wegen seiner „chaotischen“ Anordnung von Felsen und Hügeln interessant. Senkengebiete zwischen „Felseninseln“ entstanden dort vermutlich durch den Einsturz von Höhlungen, die ursprünglich mit Eis gefüllt waren, das von vulkanischer Wärme zum Schmelzen und Abfließen gebracht wurde.

Als Standardkarten des Mars-Express-Experiments waren Karten der Auflösung 1:200 000 geplant. Das heißt: Ein Zentimeter auf der Karte entspricht zwei Kilometern in der Wirklichkeit. Bei einer Umsetzung im Maßstab 1:50 000 würde die Mars-Oberfläche mit 10 372 Kartenblättern abgedeckt.

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