Raumfahrt
Start von Ariane-Rakete abgebrochen

Kurz vor dem geplanten Start in Französisch-Guayana ist der Countdown für die Ariane-Rakete mit dem europäischen Raumtransporter "Johannes Kepler" überraschend abgebrochen worden.
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KourouDer Flug des europäischen Raumtransporters „Johannes Kepler“ zur Internationalen Raumstation ISS verzögert sich. Der Start wurde am Dienstag kurz vor Ablauf des Countdowns abgebrochen. Am heutigen Mittwoch werde es einen neuen Versuch geben, sagte ein Sprecher von Arianespace, der Betreibergesellschaft der Ariane 5-Rakete.

Das unbemannte Versorgungsschiff sollte eigentlich gegen 23.00 Uhr deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana an Bord einer Ariane-Rakete abheben. Doch dann habe ein Sensor gemeldet, dass zu viel flüssiger Sauerstoff getankt worden sei, sagte der Sprecher. Der Start wurde daraufhin automatisch beendet und auf den nächsten Tag verschoben.

Nun soll die Rakete um 18.50 Uhr Ortszeit (22.50 Uhr deutscher Zeit) starten. Wenn alles klappt, wird sie den Frachter vom Typ ATV in einer Höhe von 260 Kilometern im All absetzen. Dieser transportiert mehr als sieben Tonnen Ausrüstung und Lebensmittel für die ISS, darunter auch private Post, Schokolade, Fischkonserven und frische Kleidung für die sechs Astronauten.

Voraussichtlich in acht Tagen, also am 24. Februar, soll der Transporter am russischen Teil der Raumstation festmachen. Am selben Tag ist auch der Start eines US-Shuttles geplant. Bei weiteren Verzögerungen könnte es möglicherweise eng beim Andocken der beiden Raumschiffe werden. „Das werden wir jetzt mit der NASA diskutieren“, sagte der Sprecher von Arianespace. Notfalls kann der ATV vorübergehend auf einer Parkposition warten.

Der nach dem deutschen Astronom Johannes Kepler benannte Raumtransporter soll bis Anfang Juni im All bleiben. Mehrmals wird er die ISS in der Zeit anheben, da diese kontinuierlich an Höhe verliert. Nach etwa dreieinhalb Monaten beladen die Astronauten den Frachter mit Müll. Auf seinem Weg zurück zur Erde soll er kontrolliert über dem Südpazifik verglühen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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