Raumfahrt
Staubsturm auf dem Mars bedroht Rover „Opportunity“

Der kleine Marsrover „Opportunity“ kämpft ums „Überleben“. Nach Medienberichten vom Samstag nimmt ihm ein anhaltender Staubsturm auf dem Roten Planeten so viel direktes Sonnenlicht, dass der Roboter auf Rädern kaum mehr genügend Energie zum Funktionieren erzeugen kann.

dpa WASHINGTON. Der kleine Marsrover „Opportunity“ kämpft ums „Überleben“. Nach Medienberichten vom Samstag nimmt ihm ein anhaltender Staubsturm auf dem Roten Planeten so viel direktes Sonnenlicht, dass der Roboter auf Rädern kaum mehr genügend Energie zum Funktionieren erzeugen kann.

Ohne Strom drohen die Instrumente und Computer an Bord zu erkalten - das aber wäre das Ende für „Opportunity“. Der „Washington Post“ zufolge haben Nasa-Experten inzwischen die Funktionen des Rovers auf ein Minimum reduziert, damit möglichst viel Strom gespart wird.

Mit mehr als 1 180 Tagen auf Mars-Tour hat sich der Roboter, der Spuren von einstigem Leben auf dem Planeten sucht, allerdings seine Sporen schon längst mehr als verdient. Ursprünglich war nur eine Lebensdauer von 90 Tagen erwartet worden. Genauso wacker hält sich „Opportunitys“ Zwilling „Spirit“. Die beiden Rover waren im Januar 2004 in kurzen Abständen voneinander auf dem Mars gelandet, um ihn an den entgegen gesetzten Polen zu erkunden.

Der Sturm setzte nach Nasa-Angaben vor etwa einem Monat ein - gerade dann, als sich „Opportunity“ auf den Weg in den Victoria-Krater machen wollte - der bisher steilste Abstieg bei den Roboter-Erkundungsfahrten auf dem Mars. Der Ausflug wurde mit besonderer Spannung erwartet: Die Wissenschaftler versprechen sich von den offen liegenden Gesteinsschichten im Kraterschlund viele wichtige neue Aufschlüsse über die Geschichte des Mars.

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