Raumfahrt Störfall beim Start der Dragon-Kapsel

Wegen eines Triebwerksausfalls bei der Trägerrakete von SpaceX musste ein Satellit in einer niedrigeren Umlaufbahn ausgesetzt werden. Die Dragon-Mission zur Raumstation ISS soll aber nicht beeinträchtigt sein.
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Raketenstart in Cape Canaveral

BerlinZwischenfall beim Start der Falcon-9-Trägerrakete: Eines der Triebwerke der ersten Stufe sei kurz nach dem Start ausgefallen, berichtet das US-Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX). Die Trägerrakete hat in der Nacht zum Montag die Raumkapsel Dragon ins Weltall transportiert.

Etwa 1 Minute und 19 Sekunden nach dem Start habe der Bordcomputer „eine Anomalie“ an Triebwerk 1 festgestellt. Es sei zu einem Druckverlust gekommen, woraufhin der Computer das Triebwerk abgeschaltet habe. Zudem seien spezielle Klappen abgeworfen worden, um den Druck im Triebwerk zu verringern. Mit dieser Maßnahme sollten die anderen Triebwerke und die ganze Raketenstufe geschützt werden.

In einer Zeitlupe des Videos vom Start sind ein kurzes Aufblitzen sowie einige wegfliegende Trümmerteile zu sehen. „Wir wissen, dass das Triebwerk nicht explodiert ist, weil wir weiterhin Daten von ihm bekommen haben“, schreibt SpaceX. Laut der Telemetrie-Daten seien weder die anderen Triebwerke noch die Stufe in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Ursache für den Fehler haben die Techniker noch nicht gefunden.

Auf die Dragon-Mission selbst hatte der Triebwerksausfall keine Auswirkungen: Der Bordcomputer hat die übrigen acht Triebwerke der Rakete länger brennen lassen und so den Ausfall kompensiert. Ein Triebwerksausfall scheint nicht problematisch: Die Falcon 9 schalte auch bei einem normalen Flug zwei Triebwerke ab, um die Beschleunigung auf 5 g zu begrenzen. „Die Falcon 9 operierte genau nach Plan“, resümierte SpaceX.

Im falschen Orbit
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