Raumfahrt
Technikprobleme: Europas Wettersatellit Metop darf nicht starten

Der hochmoderne europäische Wettersatellit Metop muss wegen technischer Probleme auf dem Weltraumbahnhof Baikonur bis auf weiteres am Boden bleiben. Nach drei abgebrochenen Versuchen wurde der Start des zum Teil in Deutschland hergestellten Satelliten am Donnerstag auf unbestimmte Zeit verschoben.

dpa BAIKONUR/MOSKAU. Der hochmoderne europäische Wettersatellit Metop muss wegen technischer Probleme auf dem Weltraumbahnhof Baikonur bis auf weiteres am Boden bleiben. Nach drei abgebrochenen Versuchen wurde der Start des zum Teil in Deutschland hergestellten Satelliten am Donnerstag auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Sojus-Rakete müsse mitsamt dem Wettersatelliten von der Startrampe zurück in eine Wartungshalle gebracht werden, sagte ein Sprecher des Weltraumbahnhofs der kasachischen Zeitung „Kazakhstan Today“. Nähere Angaben zur Ursache für die Probleme wurden nicht gemacht.

Der Satellit sollte ursprünglich am 17. Juli in seine Erdumlaufbahn gebracht werden. „Ein neuer Starttermin kann frühestens in einer Woche bekannt gegeben werden“, teilten russische Raumfahrtexperten mit. Experten der Europäischen Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten (Eumetsat) sagten in Darmstadt, sie rechneten mit einer mehrwöchigen Verzögerung.

Die Ingenieure im europäischen Satelliten-Kontrollzentrum Esoc in Darmstadt reagierten gelassen. „Raumfahrtmissionen sind immer langfristig, da kommt es auf eine Woche mehr oder weniger nicht an. Das gehört zum Geschäft“, sagte ein Sprecher. Die insgesamt drei Metop-Satelliten sollen die Wettervorhersagen in Europa deutlich verbessern und genauere Daten zu Umwelt und Klima liefern. Das Projekt ist auf 14 Jahre angelegt und kostet 2,4 Mrd. Euro.

Metop wird die Erde in einer Höhe von 800 Kilometern umrunden und für einen Umlauf 100 Minuten benötigen. Seine Vorgänger vom Typ Meteosat fliegen in 36 000 Kilometern Höhe und benötigen für eine Erdumrundung 24 Stunden.

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