Raumfahrt
Weltraumtourist Laliberté wieder auf der Erde

Nach eineinhalb Wochen im All ist der kanadische Weltraumtourist und Zirkus-Unternehmer Guy Laliberté wieder sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Kapsel mit dem 50 Jahre alten Gründer des Zirkusunternehmens Cirque du Soleil schlug ohne Zwischenfälle in der kasachischen Steppe auf.

HB MOSKAU. Wie schon beim Start am 30. September und während des Aufenthalts in der Internationalen Raumstation (ISS) trug der Gründer des Cirque du Soleil auch beim Aufschlagen der Sojus-Kapsel in der mittelasiatischen Steppe sein Markenzeichen, eine rote Clownsnase. Mit Laliberté kehrten auch der Kosmonaut Gennadi Padalka und der Astronaut Michael Barrett zurück, die insgesamt gut ein halbes Jahr - 198 Tage - im Weltraum gewesen waren. "Start und Landung verliefen nach Plan. Das Befinden der Raumfahrer ist normal. Jetzt fliegen Hubschrauber und Sucheinheiten zum Ort der Landung", sagte ein Sprecher der Zentrale bei Moskau der Agentur Interfax zufolge. Die Sojus-Kapsel landete bei etwa sieben Grad Celsius Bodentemperatur in der Nähe der Stadt Arkalyk.

Etwa dreieinhalb Stunden nach dem Abschied von der ISS trat die Kapsel mit Laliberté, Gennadi Padalka und Michael Barratt in die Erdatmosphäre ein. Danach glitt sie um 10.32 Uhr Ortszeit an einem Fallschirm zu Boden. Bei der Landung war auch ein russisch-orthodoxer Priester dabei. Die Raumfahrer wurden nach kurzer Erholung in ein Sanitätszelt gebracht. Alle drei seien bei guter Gesundheit und in noch besserer Stimmung, sagte der stellvertretende Leiter der Raumfahrtbehörde Roscosmos, Vitali Dawidow.

Der Milliardär Laliberté hatte sich als siebter Weltraumtourist das Abenteuer nach inoffiziellen Angaben rund 24 Mill. Euro kosten lassen. öhepunkt war für ihn eine Web-Konferenz am Freitag mit dem Aufruf, die Wasserressourcen der Erde zu schonen. Der 50-jährige Kanadier wollte so auf seine Organisation One Drop Foundation aufmerksam machen.

Laliberté trat als Akkordeon-Spieler, Stelzenläufer und Feuerschlucker auf, ehe er 1984 seinen eigenen Zirkus gründete. Padalka und Barratt waren sechs Monate im All. An Bord der ISS sind jetzt weiter sechs Besatzungsmitglieder.

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