Raumfahrt
Zeitplan für Endausbau der ISS bis 2010

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und ihre Partneragenturen haben einen neuen Zeitplan für den Endausbau der Internationalen Raumstation ISS bis 2010 aufgestellt.

dpa WASHINGTON/MOSKAU. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und ihre Partneragenturen haben einen neuen Zeitplan für den Endausbau der Internationalen Raumstation ISS bis 2010 aufgestellt.

Dazu wird die Nasa in der zweiten Maihälfte nach neunmonatiger Pause wieder ihre bemannten Flüge aufnehmen. Das kündigte Nasa-Direktor Michael Griffin in Cape Canaveral nach einem Treffen mit den Direktoren der ISS-Partner an.

An Bord der Raumfähre „Discovery“ wird der deutsche Astronaut Thomas Reiter sein, der dann als erster Europäer mehrere Monate lang in dem Himmelslabor arbeiten wird. Unterdessen dockte der mit Müll beladene russische Raumfrachter Progress M-54 am Freitag von der Internationalen Raumstation ISS ab. Nach einem mehrstündigen Flug solle der Transporter in dichten Schichten der Atmosphäre fast vollständig verglühen, sagte der Sprecher der russischen Flugleitzentrale, Waleri Lyndin, nach Angaben der Agentur Interfax. Einzelne Teile würden voraussichtlich um 16.52 Uhr MEZ im Pazifik, etwa 3 000 Kilometer östlich von der neuseeländischen Hauptstadt Wellington, niedergehen.

Die Nasa hat nach den Worten von Griffin 16 Flüge für den Endausbau der 100 Mrd. Dollar teuren (83 Mrd. Euro) Raumstation ISS vorgesehen. Nur die drei Nasa-Shuttle „Discovery“, „Atlantis“ und „Endeavour“ sind dazu in der Lage, große Komponenten zur ISS zu transportieren. Das europäische Raumlabor „Columbus“ soll beispielsweise beim siebten Flug eines Shuttles zur 400 Kilometer über der Erde kreisenden ISS geflogen werden. Das dreiteilige „Japanische Experiment Modul“ (JEM) wird in Folgeflügen 2007 und 2008 zur ISS gebracht. Ein 17. Shuttle-Flug ist nach den Worten von Griffin für einen Service-Flug im Jahr 2008 zum alternden Weltraumteleskop „Hubble“ eingeplant, um defekte Teile wie Gyroskope und Batterien auszutauschen.

Die ISS wird seit 1998 montiert. Zu den Partnern der Nasa gehören die Europäische Raumfahrtbehörde Esa, Russland, Japan und Kanada. Der Ausbau liegt weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück, weil die Nasa nach dem Unglück der Raumfähre „Columbia“ am 1. Februar 2003 alle Transportflüge gestoppt hat. Nach dem geplanten Start der „Discovery“ im Mai, bei dem vor allem die Sicherheitsstandards überprüft werden sollen, will die Nasa nach Angaben des Internetportals space.com Ende August die Lieferflüge wieder aufnehmen.

Beim Start der Raumfähre „Discovery“ im Juli vergangenen Jahres kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall, weil große Schaumstoffstücke vom Außentank abbrachen. Daraufhin behielt die Nasa ihre Raumfähren zur Verbesserung der Sicherheitsstandards am Boden.

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