Raumsonde Cassini Großes Finale am Saturn

20 Jahre nach dem Start steht der Saturnsonde Cassini jetzt das große Finale bevor: Bevor sie sich im September in den Ringplaneten stürzt, stößt sie noch in eine Region vor, die nie zuvor ein Raumschiff erkundet hat.
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Die Computergrafik der Nasa zeigt die Raumsonde Cassini am Saturn. 20 Jahre nach dem Start steht die Nasa-Sonde jetzt vor ihrem großen Finale. (Bild: Nasa/DLR/dpa) Quelle: dpa
Raumsonde Cassini

Die Computergrafik der Nasa zeigt die Raumsonde Cassini am Saturn. 20 Jahre nach dem Start steht die Nasa-Sonde jetzt vor ihrem großen Finale. (Bild: Nasa/DLR/dpa)

(Foto: dpa)

WashingtonEs geht auf das Ende von Cassini zu, doch dieses Ende soll spektakulär werden: Mit einem „großen Finale“ soll die Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa ab dem 26. April fast zwei Dutzend Mal zwischen dem Saturn und seinen Ringen hindurchfliegen. Mitte September wird sich Cassini dann kontrolliert in den Planeten stürzen und damit die 1997 gestartete Mission endgültig beenden.

„Noch nie ist ein Raumschiff durch diese einzigartige Region geflogen, die wir kühn gleich 22-mal durchqueren wollen“, sagt Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. „Was wir von Cassinis wagemutigen abschließenden Umkreisungen lernen werden, wird unser Verständnis davon verbessern, wie gigantische Planeten und Planetensysteme entstehen. Das ist wirklich Entdeckung bis zum Schluss.“

Nur ein kleiner Fleck im All
Cassini snaps photo of the Earth
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Dieser Schnappschuss von Erde und Mond (Pfeil) ist der Raumsonde Cassini geglückt. Die eigentlich zur Erkundung des Planeten Saturn ausgeschickte Sonde befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme rund 1,4 Milliarden Kilometer von unserem Heimatplaneten entfernt.

Möglich wurde der Schnappschuss, weil die Sonne zum Zeitpunkt der Aufnahme hinter dem Planeten stand, dessen Rand man oben links erkennt, zusammen mit einem Teil seines bekannten Ringsystems. Bei einer anderen Sonnenposition wären Erde und Mond durch das Licht unseres Zentralgestirns überstrahlt worden.

Cassini snaps photo of the Earth
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Auf diesem ebenfalls von Cassini gemachten Bild sind die Erde als strahlend heller Fleck und der Mond als Punkt links unter ihr zu erkennen. Cassini war im Juli 2004 nach einer siebenjährigen Reise über 3,5 Milliarden Kilometer in eine Umlaufbahn um den Saturn eingeschwenkt.

Die Raumsonde, ein Gemeinschaftsprojekt von Nasa und der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa, ist keineswegs das erste Raumschiff, das unseren Heimatplaneten aus großer Distanz ablichtete. Die folgende Auswahl präsentiert einige interessante Ansichten des blauen Planeten aus dem All.

Erde aus dem All
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Dieses 1972 von Astronauten der Nasa-Mondmission Apollo 17 gemachte Bild ist ein echter Klassiker. Als "Blue Marble" - so der Titel des Fotos - präsentierte sich die Erde den Raumfahrern aus einer Distanz von 45.000 Kilometern.

Erde aus dem All
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Neil Armstrong und Buzz Aldrin waren nicht nur die beiden ersten Menschen auf dem Mond, sie konnten auch als erste Betrachter diesen Anblick genießen: Die Erde geht über dem Mondhorizont auf. Klar, dass sie von diesem Ereignis ein Foto zur Erde funkten.

Erde aus dem All
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Erde und Mond auf einem Bild vereint - was uns heute alltäglich erscheint, war in den frühen Tagen der Raumsonde Voyager 1 eine Sensation. Am 18. September 1977 funkte die Sonde diesen Schnappschuss aus gut 11 Millionen Kilometern zur Erde, um sich dann auf ihre weite Reise durch das Sonnensystem zu machen.

Erde aus dem All
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Ein gutes Stück näher war die Sonde Galileo, als sie auf ihrem Weg zum Jupiter einen Blick zurück auf Erde und Mond warf. Doch nicht nur die geringere Distanz zwischen Kamera und Motiv - "nur" rund 6 Millionen Kilometer - sorgte für eine höhere Bildqualität im Vergleich zum Voyager-Bild, auch die Technik war ein gehöriges Stück weiter - das Galileo-Bild entstand 1992.

Erde von der Marsoberfläche aus gesehen
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Zugegeben, besonders eindrucksvoll wirkt die Erde auf diesem Bild nicht gerade. Und doch hat diese Aufnahme aus dem Jahr 2004 großen historischen Wert: Erstmals wurde unser Heimatplanet von der Oberfläche eines anderen Planeten aus fotografiert. Den kleinen Lichtpunkt am Himmel über dem Planeten Mars fing die Kamera des Nasa-Rovers Spirit ein. Zum Zeitpunkt der Aufnahme betrug die Entfernung zwischen beiden Planeten rund 65 Millionen Kilometer.

Rund 2400 Kilometer liegen zwischen dem Gasplaneten Saturn und seinen Ringen. „Basierend auf unseren Modellen erwarten wir, dass diese Lücke frei von Partikeln ist, die groß genug wären, um die Sonde zu beschädigen“, sagt Nasa-Manager Earl Maize. „Aber wir sind vorsichtig und benutzen unsere große Antenne bei der ersten Durchquerung wie einen Schild, um zu sehen, ob es sicher ist, unsere wissenschaftlichen Instrumente bei weiteren Durchquerungen dieser Umgebung auszusetzen.“

Den nötigen Schwung für das gewagte Flugmanöver hat sich Cassini durch eine letzte Annäherung an den Saturnmond Titan geholt. Dessen Anziehungskraft veränderte die Flugbahn Cassini und schubste die Sonde in Richtung der Lücke zwischen Saturn und seinen Ringen. Bei den Durchquerungen soll Cassini die Struktur des Saturns und der Ringe näher untersuchen, Proben der Atmosphäre des Saturns und von Ring-Partikeln nehmen sowie Nahaufnahmen machen.

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1 Kommentar zu "Raumsonde Cassini: Großes Finale am Saturn"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Andreas Schindler21.04.2017, 15:36 Uhr
    Herr Hofmann, haben Sie als AfD Propagandist eigentlich keine Freunde, keine Arbeit und keine Hobbys oder warum kommentieren Sie alles den lieben langen Tag? Mögen Sie sich selbst lesen? Hier gibt es keine Likes...😜

    @Schindler
    Ich freue mich jeden Morgen wenn ich wieder kommentieren darf, die Wochenenden sind schon schlimm genug, ohne Kommentarfunktion.
    Ich mache hier gerne Propaganda für die AFD, wäre Propaganda für die Grünsozialistische Merkelregierung besser?Danke

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