Raumsonde Cassini
Noch fünf Tauchgänge bis zum großen Finale

Die Saturn-Sonde Cassini bereitet sich auf ihr großes Finale Mitte September vor: Dann soll das gut 12 Tonnen schwere Gerät auf den Saturn stürzen. Vorher stehen aber noch fünf Tauchgänge auf dem Programm.
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WashingtonNoch fünf Mal taucht die Raumsonde Cassini in den Raum zwischen dem Planeten Saturn und seinen Ringen ein, dann soll sie in einem großen Finale kontrolliert auf den Planeten stürzen. Bei diesen letzten Tauchgängen werde die Sonde dem Gasriesen extrem nahe kommen, teilte die US-Raumfahrtagentur Nasa mit.

Die Flugmanöver sollen in der Nacht von Sonntag auf Montag beginnen. Geplant seien Flughöhen von nur 1630 bis 1710 Kilometern über der obersten Wolkendecke des Ringplaneten, hieß es.

In diesem Bereich ist die Atmosphäre möglicherweise schon so dicht, dass die kleinen Schubdüsen der Sonde gezündet werden müssen. Zahlreiche Instrumente sollen Daten zum Aufbau der Atmosphäre, zur Temperatur und den Wirbeln an den Polen liefern.

Das erste von insgesamt 22 Tauchmanövern hatte Cassini im April absolviert – und mit dem Flug 3000 Kilometer über der planetaren Wolkendecke eine zuvor völlig unerforschte Zone erkundet. „Noch nie ist ein Raumschiff durch diese einzigartige Region geflogen, die wir kühn gleich 22 mal durchqueren wollen“, hatte Nasa-Manager Thomas Zurbuchen seinerzeit erklärt.

Rund 2400 Kilometer liegen zwischen dem Gasplaneten und seinen Ringen. Bei den Durchquerungen dieses Gebiets sollte Cassini die Struktur des Saturns und der Ringe näher untersuchen, Proben der Planetenatmosphäre und von Ring-Partikeln nehmen und Nahaufnahmen machen.

Die Sonde war 1997 gestartet und 2004 in der Umlaufbahn des Planeten angekommen. Dort untersuchte sie unter anderem in mehreren Vorbeiflügen den Mond Enceladus und seinen Eispanzer. Tausende Mitarbeiter aus 17 Ländern sind an der milliardenteuren Mission beteiligt.

Mitte September soll das 12.600 Kilogramm schwere Gerät auf den Saturn stürzen – und dabei bis zum Schluss noch Daten zur Erde senden. „Cassini wird einige ihrer herausragendsten Entdeckungen am Ende ihres langen Lebens machen“, hatte Nasa-Wissenschaftlerin Linda Spilker zum Beginn der Tauchmanöver im April gesagt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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