Raumsonde Juno
Dienstreise zum Jupiter

Die Raumsonde Juno soll den größten Planeten unseres Sonnensystems erforschen. Fünf Jahre wird die Reise zum Jupiter dauern. Mit an Bord ist ein Gastgeschenk von der Erde.
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WashingtonJupiter bekommt Besuch: Die Nasa will am heutigen Freitag eine Sonde zur Erforschung des größten Planeten unseres Sonnensystems auf den Weg schicken. Die solarbetriebene Juno mit ihren Windmühlenflügeln soll den Gasriesen 2016 erreichen und ihm so nahe kommen wie bisher kein Raumfahrzeug zuvor.

Die Wissenschaft verspricht sich von der 1,1 Milliarden Dollar (rund 770 Millionen Euro) teuren Mission wichtige Informationen über Jupiters Atmosphäre und Zusammensetzung – und damit neue Aufschlüsse über die Entstehung des Sonnensystems. Juno soll um 11.34 Uhr Ortszeit (17.34 Uhr MESZ) in Cape Canaveral (Florida) an Bord einer Atlas-Rakete abheben. Klappt es am Freitag nicht, gibt es noch Startmöglichkeiten bis zum 26. August.

Jupiter ist mit einem Durchmesser von rund 143.000 Kilometern nicht nur der größte Planet – er hat auch mehr Masse als alle anderen Planeten des Sonnensystems zusammen. Zudem ist er der erste Planet, der sich nach der Entstehung der Sonne formte. Seine Struktur könnte daher wichtige Hinweise auf die Ursprünge des Sonnensystems geben.

Jupiter besteht vor allem aus Wasserstoff und Helium. Die Sonde soll unter anderem den Wassergehalt in Jupiters Atmosphäre erkunden und herausfinden, ob der Planet einen festen Kern hat. Die Nasa will auch mehr über Jupiters Magnetfeld nahe den Polen erfahren.

 Nach ihrer Ankunft soll Juno in eine stark elliptische Umlaufbahn einschwenken, die über die Pole führt. Ein Jahr lang wird die Sonde nach den Nasa-Plänen den Gasriesen Jupiter umkreisen. Dabei soll sie sich den äußersten Wolken des Planeten auf bis zu 5000 Kilometer nähern.

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