Raumstation ISS

Aufblas-Modul im zweiten Anlauf aufgepumpt

Im zweiten Durchgang klappte es: Die Nasa hat das erste aufpumpbare Modul für Astronauten an der Raumstation ISS eingerichtet. Nun müssen Robustheit und Wohnlichkeit der Kammer geprüft werden.
Im zweiten Anlauf aufgepumpt. Quelle: AP
Aufblas-Modul Beam

Im zweiten Anlauf aufgepumpt.

(Foto: AP)

Cape CanaveralDas erste aufblasbare Wohnmodul im All ist aufgebaut: In einer siebenstündigen Aktion schaffte es US-Astronaut Jeffrey Williams am Samstag, Luft in die Kammer zu lassen, wie die Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Schließlich entfaltete der bauschige Raum seine volle Große von vier mal drei Metern. Intern eingebaute Luftbehälter sorgten noch für den nötigen Druckausgleich.

Die Firma Bigelow Aerospace, der Schöpfer des Moduls namens Beam, jubilierte über Twitter: „Ein bedeutender Meilenstein ist erreicht worden.“ Ehe Williams und seine fünf ISS-Kollegen den Raum betreten können, müssen sie aber noch mindestens eine Woche warten. Denn die Nasa will sichergehen, dass die Kammer luftdicht ist, bevor die Tür geöffnet wird.

Die Spur führt ins All
Spur ins All
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Eine leuchtende Spur zeichnet die Atlas-Rakete nach ihrem Start von Cape Canaveral in Florida. Die Rakete bringt einen unbemannten Raumtransporter mit Nachschub für die Raumstation ISS auf den Weg. Obwohl solche Versorgungsflüge längst Routine sind, geht gerade von nächtlichen Raketenstarts immer noch eine große Faszination aus.

Schallmauer durchbrochen
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Mit einer speziellen Fototechnik, der Schlierenfotografie, wurde diese Aufnahme gemacht. Sie macht die Schockwellen sichtbar, die auftreten, wenn ein Überschalljet die Schallmauer durchbricht.

Moderne Kunst 1
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Kein abstraktes Gemälde, sondern Riffs vor der Küste der Bahamas zeigt dieses Bild, das Astronauten der Raumstation ISS machten. Bei den kräftigen blauen Linien zwischen den Riffs handelt es sich um Priele - Wasserläufe, die ihr Entstehen den Gezeiten verdanken.

Moderne Kunst 2
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Auch dieses abstrakte "Gemälde" wurde von der ISS ausgemacht. Die Astronauten fotografierten ein Gebiet in Australien, über das die Raumstation gerade hinweg zog.

Selfie im All
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"Warum eigentlich immer nur die Erde fotografieren?" dachte sich US-Astronaut Scott Kelly und richtete während eines Weltraumspaziergangs seine Kamera mal auf sich selbst.

Rücksturz zur Erde
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Friedlich schwebt die Sojus-Raumkapsel am Fallschirm zurück zur Erde. Mit an Bord: Die Raumfahrer Scott Kelly und Michail Kornienko, die mehr als ein Jahr auf der Raumstation ISS verbracht hatten.

Aufbruch ins All
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In die andere Richtung ging es im Juni 1983 für Sally Ride, die an Bord des Spaceshuttles Challenger als erste US-Amerikanerin ins All flog.

An der einzigartigen aufblasbaren Kapsel soll getestet werden, wo und wie Astronauten auf dem Mond und dem Mars einmal leben könnten. Auch als Vorläufer für Touristenhotels im All ist das ballonähnliche Modul gedacht.

Im April war es zunächst von einer Rakete der Raumfahrtfirma SpaceX ins All gebracht und dann an der ISS installiert worden. Am Außenposten der Menschheit im All soll Beam für zwei Jahre angedockt bleiben. In der Zeit wollen Ingenieure ermitteln, inwiefern Beam den Temperaturen, der Strahlung sowie möglichen Kollisionen mit im All fliegenden Kleinkörpern standhalten kann.

Es war der zweite Aufblasversuch am Modul, der erste Test war am Donnerstag gescheitert. Die Ursache für den Misserfolg vermuten Experten darin, dass die weiche Kammer vor dem Start an Bord der SpaceX-Rakete für lange Zeit zusammengedrückt worden sei. Daher hätten die Stoffschichten sich nicht richtig entfalten können.

Am Freitag wurde Druck im Modul abgelassen, um die Reibung zwischen den verschiedenen Lagen zu mindern. Dies machte dann offensichtlich den Unterschied: Der kosmische Test-Ballon schwoll am Samstag auf eine Größe von zusätzlich fast zwei Meter an und gewann mit jedem Druckstoß an Volumen hinzu.

Technik für die Raumfahrt der Zukunft
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