Raumstation ISS
Weltraumroboter hat jetzt Arme

In einem siebenstündigen Arbeitseinsatz im All haben zwei US-Astronauten die beiden Arme am neuen Weltraumroboter „Dextre“ montiert. Damit ist die riesige Maschine nun fast bereit für ihren Einsatz an der Internationalen Raumstation, wo sie den Astronauten künftig schwere Arbeiten abnehmen soll.

HB HOUSTON. Der Außenbordeinsatz wurde für Richard Linnehan und Michael Foreman zur echten Herausforderung, weil sich einer der dreieinhalb Meter langen Roboterarme nicht aus der Befestigung in der Ladebucht der Raumfähre „Endeavour“ lösen ließ, wo er für Flug ins All verstaut worden war. Zwei Befestigungsbolzen saßen fest. Sie mussten zum Montiereisen greifen, um den Arm zu lösen.

„Das ganze Team hat heute eine fantastische Arbeit geleistet“, sagte der Sprecher des Kontrollzentrums in Houston, Zebulon Scoville. „Ihr könnt stolz auf euch sein.“ Am Sonntag wurde der Roboter noch einem Test unterzogen, den er weitgehend bestand. Nur ein Test an einem Armgelenk verlief nicht ganz zufriedenstellend, wie der kanadische ISS-Manager Pierre Jean mitteilte. Langfristig stelle dies aber kein Problem dar, sagte Jean.

Zuvor war es der Shuttle-Besatzung gelungen, die Stromversorgung des 200 Mill. Dollar (129 Mill. Euro) teuren kanadischen Wartungsroboters „Dextre“ an der Raumstation herzustellen. „'Dextre' hat Strom“, verkündete die Flugkontrolle in Cape Canaveral erleichtert. Die Probleme gab es wohl wegen eines fehlerhaften Kabels. „Dextre“ braucht ständig Strom für seine Gelenke und die Elektronik. Sie dürfen nicht mehrere Tage ungeschützt der Kälte des Alls ausgesetzt sein. Dies könnte zu Schäden führen.

Der Roboter soll die Astonauten bei Einsätzen im freien All unterstützen und besonders schwere Arbeiten wie den Transport von Bauteilen übernehmen. Nach den Montagearbeiten am Sonntag steht für zwei Astronauten am Montag ein weiterer Außenbordeinsatz auf dem Programm.

Dabei soll eine Werkzeugtasche und weitere Ausrüstung für den Roboter angebracht werden. Insgesamt sind während des fast zweiwöchigen Aufenthalts der Raumfähre „Endeavour“ an der ISS fünf Einsätze im freien All geplant.

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