Raumstation
Nasa prüft Schaden an ISS-Sonnensegel

Metallspäne in einem Drehgelenk sind vermutlich die Ursache dafür, dass ein Sonnensegel der Raumstation ISS Probleme bereitet. Bei ihrem zweiten Außeneinsatz im All entdeckten Astronauten der Discovery den Schaden. Möglicherweise könnte er den Ausbau der Staion verzögern.

HB CAPE CANAVERAL. Bei Außenarbeiten an der Internationale Raumstation (ISS) haben Astronauten am Sonntag den Grund für technische Probleme in einem Drehgelenk für ein Sonnensegel entdeckt. In dem Gelenk mit rund drei Metern Durchmesser wurden zahlreiche Metallspäne gefunden, nachdem Ingenieure zuvor leichte Vibrationen des Bauteils festgestellt hatten.

Das Sonnensegel soll nun in Ruheposition bleiben, bis Techniker geklärt haben, ob weitere Inspektionen notwendig sind. In jedem Fall werden einige der Splitter zur Erde gebracht und untersucht. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei noch unklar, ob die Probleme irgendwelche Auswirkungen auf den weiteren Zeitplan zum Aufbau der ISS haben, sagte der Leiter des NASA-Raumstationsprogramms, Mike Suffredini. Im kommenden Dezember soll die Raumstation um das europäische Forschungsmodul Columbus erweitert werden, im Frühjahr will Japan ein weiteres ISS-Bauteil ins All schicken. Für die Stromversorgung der neuen Einheiten ist die optimale Funktion der Sonnensegel Voraussetzung.

Unterdessen hat die Nasa grünes Licht für die am 6. November geplante Rückkehr der Raumfähre zur Erde gegeben. Der Hitzeschild des Shuttles sei in gutem, solidem Zustand, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Die Besatzung hatte vor und nach dem Andocken der Fähre an die ISS die Tragflächen und den Rumpf der „Discovery“ auf möglicherweise beim Start entstandene Schäden untersucht. Die Untersuchung gehört seit dem „Columbia“-Unglück zum routinemäßigen Programm.

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