Reiter genießt „wunderbaren Ausblick“
„Erde an Weltall, bitte kommen!“

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter und seine Kollegen an Bord der Internationalen Raumstation ISS hatten am Donnerstag eine wohlverdiente Verschnaufpause. Und selbst wenn in der Schwerelosigkeit der ISS-Mannschaft ständig etwas verloren geht, genießen sie eines doch besonders. Was das ist, verrieten sie deutschen Schülern.

HB OBERPFAFFENHOFEN. Aus dem Lautsprecher tönt es: „Erde an Weltall, bitte kommen!“ Ein Moment Stille, dann ruft Astronaut Reiter: „Wir hören euch.“ Der 48-Jährige winkt in die Kamera, die von der Internationalen Raumstation ISS live ins Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA in Oberpfaffenhofen bei München sendet. Dort sitzen rund 30 Schüler, die den ersten Deutschen an Bord der ISS interviewen wollen. Die 13- und 14-Jährigen interessiert: Was macht ein Astronaut eigentlich den ganzen Tag? Und, noch wichtiger: Was tut er in seiner Freizeit?

Die Raumfahrer schauen in ihrer Freizeit am liebsten aus dem Fenster: „Den Großteil der Freizeit verbringen wir damit, den wunderbaren Ausblick auf die Erde zu genießen“, sagte der 48-Jährige Reiter am Donnerstag im Interview mit den bayerischen Schülern. Die ISS fliege dabei in 90 Minuten einmal um die Erde.

Zum Gitarrespielen habe er wegen der vielen Arbeit noch keine Zeit gehabt, sagte der Hobby-Musiker weiter. Außerdem sei an dem Instrument an Bord der ISS eine Saite gerissen, die er ersetzen müsse. Reiter war vor gut einer Woche ins Weltall gestartet und ist als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) für sechs Monate ständiges Mitglied der ISS. Der 48-Jährige, der den russischen Kosmonauten Pavel Winogradow und den US-Astronauten Jeffrey Williams unterstützt, soll 30 wissenschaftliche Experimente zu Humanmedizin, Biologie und Physik durchführen.

„Die Arbeit hier oben ist hoch interessant“, verriet Reiter den Schülern. Im Moment müsse die Besatzung noch die Bordsysteme warten, bevor die Experimente starteten. „Die Ergebnisse werden den Menschen insgesamt zugute kommen.“ So könne der Weltraum weiter erkundet werden und die Menschen eines Tages „vielleicht sogar zum Mars“ fliegen.

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