Reparaturarbeiten am LHC
Helium legt Teilchenbeschleuniger lahm

Ausgetretenes Helium hat die Urknallmaschine LHC am europäischen Kernforschungszentrum CERN lahmgelegt. Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger wird frühestens in zwei Monaten seine Arbeit wieder aufnehmen können. Dabei nimmt die eigentliche Reparatur nur wenige Tage in Anspruch.

HB GENF. Der erst vor eineinhalb Wochen in Betrieb genommene größte Teilchenbeschleuniger der Welt muss wegen Reparaturarbeiten mindestens zwei Monate lang stillgelegt werden. In den Tunnel sei eine große Menge Helium ausgetreten, erklärte die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) am Samstag. Der betroffene Sektor müsse für die Reparaturarbeiten erwärmt werden.

Ursache für das am Freitag aufgetretene Problem sei vermutlich eine fehlerhafte Elektroverbindung zwischen zwei Magneten, sagte CERN-Sprecher James Gillies. Experten seien in den Large Hadron Collider (LHC) gegangen, um die Probleme vor Ort zu untersuchen. Der Teilchenbeschleuniger musste bereits 36 Stunden nach der Einweihung am 10. September wegen eines Problems an einem Transformator abgeschaltet werden.

Die jetzige Reparatur sei wesentlich aufwändiger, sagte Gillies. Da die Temperatur in dem Beschleuniger nahe der absoluten Nulltemperatur liege, dauere das Wärmen des betroffenen Bereichs sehr lange. Die tatsächlichen Arbeiten seien dann in wenigen Tagen erledigt, anschließend werde der betroffene Sektor wieder abgekühlt, was ebenfalls einige Zeit in Anspruch nimmt.

Die Forscher erhoffen sich von dem 27 Kilometer langen Tunnel bei Genf Antworten auf grundlegende Fragen nach der Entstehung und dem Aufbau des Universums. Im LHC sollen die Bausteine der Materie auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und kontrolliert zur Kollision gebracht werden. Dabei kommt es zu einem Zustand wie unmittelbar nach dem Urknall, als das Universum entstand. Der vier Milliarden Euro teure LHC ist eine der komplexesten jemals gebauten Anlagen.

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