RFID-Technologie
Funkchips überwachen die Kühlkette

Die neueste Generation der elektronischen Etiketten erfasst die Temperatur der transportierten Waren. RFID nennt sich die Chip-Technologie, mit deren Hilfe in Zukunft ermittelt werden kann, ob die Kühlkette auf dem Weg zum Supermarkt unterbrochen wurde.

NEUSS. Die RFID–Funkchip-Technik (Radio Frequency Identification) steht vor einem weiteren Entwicklungssprung. Die dritte Generation der winzigen elektronischen Etiketten, die Ende nächsten Jahres auf den Markt kommen sollen, speichert nicht nur Artikelnummern, Farben oder Größen, die neuen Funkchips zeichnen auch Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit auf – und schlägt Alarm, wenn die Kühlkette auf dem Weg in den Supermarkt unterbrochen wird.

Für Deutschlands Verbraucher, deren Vertrauen durch Gammelfleisch-Skandale in den vergangenen Monaten massiv erschüttert wurde, wäre eine solche Rückverfolgbarkeit von Frischeartikeln ein großer Fortschritt. „Weil die Daten vom Hersteller bis zur Ladenkasse durchgehend gespeichert werden, sind diese RFID-Etiketten nur schwer zu fälschen“, sagt Monika Gabler von der Kölner Zertifizierungsstelle GS1.

Doch auch die soeben weltweit gestartete zweite Generation („Gen 2“) der RFID-Etiketten bringt dem Handel erhebliche Vorteile. „Das ist ein echter Quantensprung gegenüber der ursprünglichen Technologie“, bestätigt GS1-Projektleiter Michael Clasen. Weil sich die Dachorganisation EPC Global endlich auf einen einheitlichen Standard geeinigt habe, seien die Tags nun erstmals weltweit kompatibel. Die künftige Chipgeneration „Gen 3“ sei mit der nun vorgestellten „Gen 2“Technologie ebenfalls überall lesbar.

Tests im Neusser Innovationszentrum des Metro-Konzerns zeigen zudem, dass die neue RFID-Generation deutlich leistungsfähiger ist als ihr Vorgänger. Anders als bei den ursprünglichen Tags führen Flüssigprodukte wie Milch, Shampoo oder Säfte nun nicht mehr zu Fehlermeldungen. Auch Kartons und Paletten, auf denen sich in Metallfolie verpackte Ware befindet, lesen die neuen RFID-Antennen mit einer Genauigkeit von 95 Prozent. Ansonsten glänzt die neue Etiketten-Generation mit einer Erkennungsquote von fast 100 Prozent – selbst wenn die Karton-Paletten an den Laderampen in schneller Schrittgeschwindigkeit durch die Schleuse bewegt werden.

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