Riesenschildkröte
Hoffnung auf Nachkommen von „Lonely George“

Auf den Galápagos-Inseln keimt wieder Hoffnung, dass das einsamste Tier der Welt, die Riesenschildkröte "Lonely George", doch noch für Nachwuchs gesorgt hat.

dpa QUITO. Eines der beiden Weibchen (Nr. 107), die seit 16 Jahren mit "Solitario Jorge" das Gehege teilt, legte fünf Eier, wie die Parkverwaltung kürzlich mitteilte. Das Schildkröten-Männchen ist der letzte Vertreter der Elefantenschildkröten-Unterart Geochelone nigra abingdoni, die Weibchen gehören zu einer anderen Unterart.

Die Eier wurden ausgegraben, abgewogen, vermessen und in den Inkubator gelegt. Dort liegen sie bei 29,5 Grad. Jetzt heißt es 120 Tage warten - erst dann ist klar, ob die Eier auch befruchtet sind. "Lonely George" zählt etwa 90 bis 100 Jahre und kann bis 200 Jahre alt werden. Forscher entdeckten ihn 1972 auf der Galápagos-Insel Pinta. Ein weibliches oder männliches Pendant der Pinta-Schildkröte wurde trotz intensiver Suche nicht gefunden. Die beiden Schildkröten-Damen zählen zu einer ähnlichen Unterart, der Wolf-Riesenschildkröte Geochelone becky.

Die aus Vulkanen entstandenen Galápagos-Inseln gehören zu Ecuador und liegen etwa 1 000 Kilometer westlich vor der Küste des südamerikanischen Landes im Pazifik. Es gibt 14 größere und über 100 kleine bis winzige Inseln. Nur fünf davon werden von etwa 20 000 Menschen besiedelt. Neben den Galápagos-Riesenschildkröten sind die Inseln auch Lebensraum für Blaufußtölpel, Pelikane und Seelöwen.

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