RoboCup-Fußballturnier
Roboter im WM-Fieber

Parallel zum Fifa World Cup der Kicker aus Fleisch und Blut messen sich bei der zehnten RoboCup-Weltmeisterschaft von Mittwoch an bis zum 18. Juni in Bremen Roboter im Fußballspiel.

HB DÜSSELDORF. Parallel zum Fifa World Cup der Kicker aus Fleisch und Blut messen sich bei der zehnten RoboCup-Weltmeisterschaft von Mittwoch an bis zum 18. Juni in Bremen Roboter im Fußballspiel. Seit 1997 – dem Jahr, in dem erstmals ein Mensch gegen einen Schachcomputer verlor – werden jährlich Weltmeisterschaften in verschiedenen Roboter-Disziplinen ausgetragen. Bei der WM in Bremen, die erstmals in Deutschland stattfindet, werden rund 400 Teams aus 36 Ländern erwartet. Veranstalter ist die Messe Bremen und das Technologie-Zentrum Informatik der Universität Bremen.

Das ZDF als Medienpartner wird einige Spiele per Live-Streaming im Internet übertragen. In diesem Jahr kommt erstmals eine neue Generation von humanoiden Fußballrobotern zum Einsatz. In der so genannten KidSize-Klasse treten Spieler mit bis zu 60 Zentimetern Höhe gegeneinander an. Sechs Roboter pro Team treten gegeneinander an.

Auch die Universität Stuttgart nimmt mit ihrem Team vom Institut für Parallele und Verteilte Systeme (IPVS) teil. Zur Zeit absolvieren die Roboter ihre Vorbereitungen auf die anstrengenden Spiele. Doch statt Dehnübungen und Kniebeugen im Trainingslager werden die Roboter von rund 20 Studierenden und Mitarbeitern des IPVS in der Werkstatt auf Trab gebracht: Die Programme erhalten ihren letzten Schliff und die Mechanik soll noch verbessert werden.

Die Fußballautomaten der Middle-Size-Liga, bei denen die Stuttgarter mitspielen, bewegen sich auf ihren drei Rädern mit bis zu 3,5 Metern pro Sekunde. Mit einer Kamera als Auge und einem Laptop als Gehirn erfassen die Roboter die Spielsituation und berechnen ihre nächsten Aktionen.

Bei den Vorbereitungen erlernen die Studierenden ganz nebenbei wichtige Grundlagen in der Multi-Sensor-Technik, für Agentensysteme und Kooperationstechniken, die in der Robotik, aber auch in der Automobil- und Verkehrstechnik und in anderen Technikbereichen genutzt werden. Genau das entspricht den Zielen der RoboCup-Initiative: Der Wettbewerb soll die Forschung im Bereich künstliche Intelligenz und Robotik vorantreiben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%