Roboter
Fledermaus-Roboter als Helfer in der Not

Zwei Wissenschaftler in den USA haben einen Roboter nach dem Vorbild einer Fledermaus entwickelt. Der etwa handgroße Flugroboter soll in Notfall-Situationen wichtige Informationen sammeln. Doch auch das Militär interessiert sich für künstliche Fledermäuse.
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BERLIN. Wissenschaftler an der Universität des US-Bundesstaates North Carolina in Raleigh haben einen Roboter in Form einer Fledermaus entwickelt. Die Roboterfledermäuse können auf engem Raum navigieren und sollen unter anderem eingestürzte Häuser auskundschaften.

Für den Bau ihres Roboters haben die beiden Forscher Stefan Seelecke und Gheorghe Bunget zunächst das Skelett und die Muskulatur von Fledermäusen genau studiert und diese dann mit Rapid-Prototyping-Verfahren nachgebaut. Als Nächstes gilt es, die künstlichen Knochen mit Gelenken zusammenzufügen und die Flügel mit einer Membran zu versehen.

Dazu verwenden sie Funktionswerkstoffe, auch Smart Materials genannt. "Wir nutzen für die Gelenke eine superelastische Metalllegierung mit einem Formengedächtnis", erklärt Seelecke. Es sei zum einen sehr flexibel und mache deshalb die Bewegungen mit. Zum anderen kehre es immer wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

Die Muskeln bestehen aus Drähten von der Dicke eines menschlichen Haares. Sie bestehen ebenfalls aus einer besonderen Metalllegierung, die auf durch elektrischen Strom erzeugte Wärme reagiert. Die Wärme bringe die Drähte dazu, sich wie Muskelfasern zu kontrahieren.

Das Roboterskelett hat die Größe einer Hand und wiegt gerade mal sechs Gramm. Es gleicht verblüffend dem einer echten Fledermaus. "Wir versuchen, die Natur so gut wie möglich nachzuahmen, weil sie sehr effiziente Lösungen entwickelt hat", sagt Seelecke. "In der Größenordnung eines MAV (Micro-aerial Vehicle), so lehrt uns die Natur, ist der Vogelflug, wie der der Fledermaus, am effektivsten."

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