Roboter in Fukushima
„Wir waren besser vorbereitet“

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima  schickte der US-Hersteller iRobot vier Roboter zum Unglücksort. IRobot-Chef Colin Angle berichtet, warum die Roboternation Japan auf US-Hilfe zurückgreifen musste..
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Berlin„Wir bekamen eine Anfrage von unserem japanischen Vertriebsunternehmen", erzählt Colin Angle, Chef und Gründer von iRobot, im Gespräch mit Golem.de. Genau das Richtige für die Packbots und Warriors aus dem US-Bundesstaat Massachusetts. Die sind schließlich für schwierige Einsätze spezialisiert – wenn auch nicht unbedingt in verstrahltem Terrain.

Normalerweise werden sie für das Entschärfen von Bomben oder Durchsuchen von Trümmern konzipiert. Trotzdem wurde nicht lange überlegt: „Zwei Tage nach der Anfrage waren die Roboter im Flugzeug nach Japan.“

Die Packbots seien als erste in die in die Reaktorgebäude vorgedrungen. Sie waren mit Kameras, Geigerzählern sowie weiteren Strahlenmessgeräten ausgestattet, um einen ersten Eindruck von der Situation vor Ort zu liefern.

Erst danach kamen die größeren, rund 160 Kilogramm schweren Warriors. Sie transportieren Schutt ab oder bringen riesige Staubsauger in die Gebäude, mit denen radioaktiver Staub entfernt wird.

Hinschicken und hoffen

Die Warriors seien noch recht neu, erzählt Angle. „Das ist einer ihrer ersten Einsätze.“ Gelegenheit für iRobot, zu lernen. So habe sich gezeigt, dass die Ketten auf den Metallstufen ein wenig rutschten und dass etwas mehr Traktion auf solch einem Untergrund von Vorteil wäre. Außerdem hätten sie eine Idee bekommen, welche weiteren Aufbauten der Roboter bekommen könnte, etwa Lampen.

Die Roboter seien nicht eigens für den Einsatz in den Reaktorgebäuden präpariert worden. Dafür habe die Zeit gefehlt, erzählt Angle. Die Roboter hätten schnell eingesetzt werden müssen.

Die Alternative wäre gewesen, dass Menschen sich in die verstrahlten Gebäude wagen müssen. „Statt zu riskieren, dass Menschen der Strahlung ausgesetzt werden, haben wir beschlossen, sofort hinzuschicken, was wir hatten, und zu hoffen, dass es das aushält. Das war zum Glück der Fall“, sagt Angle.

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Strahlung ist auch für Roboter gefährlich

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