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Rote Algenplage bedroht Muschelgründe vor US-Ostküste

Eine Algeninvasion bedroht die Muschelgründe vor der amerikanischen Nordostküste.

dpa WASHINGTON. Eine Algeninvasion bedroht die Muschelgründe vor der amerikanischen Nordostküste. So schlimm seien die Küstengewässer seit mehr als 30 Jahren nicht mehr mit der giftigen Alge Alexandrium verseucht worden, berichtete der Chefbiologe des Bundesstaates Massachusetts, Michael Hickey, nach Zeitungsberichten von Samstag.

Von der Insel Nantucket südlich von Boston bis hinauf zum Bundesstaat Maine wurden weite Küstengebiete für Fischer gesperrt. Die mikroskopischen roten Zellen, in den USA „rote Flut“ genannt, infizieren Jacobs-, Miesmuscheln und Austern. Wer davon esse, könne Lähmungen und lebensgefährliche Atemprobleme bekommen, warnten Biologen. Bislang seien allerdings keine Fälle bekannt geworden. Eine gefährlichere Variante, die stinkende Dämpfe verbreitet und Meerestiere vergiftet, taucht nur in Florida auf.

Fischer sähen bereits ihre Lebensgrundlage bedroht, berichtete die „New York Times“. Allein in dem kleinen Ort Wellfleet gingen zehntausende Dollar Einnahmen verloren, sagte Austernfischerin Molly Benjamin der Zeitung. In Restaurants und Geschäften wurden Muscheln und Austern knapp. An der ganzen Küste gehören die Meerestiere zu den Hauptdelikatessen. Lobster und Krabben werden durch die Algen nicht beeinträchtigt. Auch für Schwimmer stellt die Alge keine Gefahr dar.

Experten führen die Algenplage auf den ungewöhnlich kalten und feuchten Winter und Frühling zurück. Während in anderen Jahren 1 000 bis 2000 Algenzellen pro Liter festgestellt wurden, seien es in diesem Jahr 20 bis 40 Mal so viele, sagten Biologen.

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