Forschung + Innovation
Rotwein-Spuren im Grab von Tutanchamun entdeckt

Der ägyptische Pharao Tutanchamun liebte offenbar Rotwein - und bekam sogar einen Krug davon mit ins Grab. Diese Erkenntnis ist das Forschungsergebnis von spanischen Wissenschaftlern, die ihre Arbeit im Britischen Museum in London veröffentlichten, berichtete die Zeitung „The Independent.

dpa LONDON. Der ägyptische Pharao Tutanchamun liebte offenbar Rotwein - und bekam sogar einen Krug davon mit ins Grab. Diese Erkenntnis ist das Forschungsergebnis von spanischen Wissenschaftlern, die ihre Arbeit im Britischen Museum in London veröffentlichten, berichtete die Zeitung „The Independent.

Das Forschungsteam wies auf der Scherbe eines Weinkrugs, der im Grab von Tutanchamun gefunden worden war, erstmals die Farbe von Rotwein nach. Tutanchamun regierte etwa von 1 347 bis 1 339 vor unserer Zeitrechnung.

Die Wissenschaftler der Universität Barcelona untersuchten mit einer neuen Methode einen Krug aus dem 1922 entdeckten Grab des ägyptischen Herrschers. Zunächst konnten sie an dem Gefäß Spuren von Weinsäure nachweisen. Außerdem fanden sie Syringa-Säure, eine Substanz, die mit der Zeit aus den dunkelroten Anthocyan-Farbstoffen entsteht, die dem Rotwein seine Farbe verleihen. Insgesamt untersuchte das Forschungsteam drei Weinkrüge, die im Besitz des Britischen Museums sind, und drei aus dem Ägyptischen Museum in Kairo.

Wein war in der ägyptischen Gesellschaft der Oberschicht und den Königen vorbehalten und gehörte oft zu den Grabbeigaben. Die Weinkrüge waren mit dem Kelterjahr, der Herkunft der Trauben und sogar dem Namen des Winzers beschriftet. Die Wissenschaftler wollen ihre Methode nun auch bei anderen archäologischen Fundstücken einsetzen und so mehr über antike Weinsorten erfahren.

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