Rückkehr zur Erde
Discovery verlässt die ISS

Die Crew der US-Raumfähre Discovery macht sich auf den Weg von der Raumstation ISS zurück zur Erde. Nach dem Schließen der Luken sollte die Raumfähre am Abend ablegen und den Rückflug zur Erde antreten. Allzu lange wird die ISS-Besatzung nicht alleine sein.
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HB CAPE CANAVERAL/BAIKONUR. Nach acht Tagen in der Internationalen Raumstation hat sich die Besatzung der US-Raumfähre „Discovery“ am Mittwoch verabschiedet. Nach dem Schließen der Luken sollte die Raumfähre am Abend ablegen und den Rückflug zur Erde antreten. Die Landung in Cape Canaveral in Florida ist für Samstag geplant.

Mit dem Shuttle kehren auch die Ergebnisse von fünf Monaten wissenschaftlicher Arbeit zur Erde zurück. Darunter sind auch vier bis fünf Liter Wasser, die aus dem Urin und dem Schweiß der Astronauten wiederaufbereitet wurden. Die Nasa will das Wasser erst genau untersuchen, bevor eine Wiederaufbereitungsanlage von den ISS-Astronauten genutzt wird.

Allzu lange wird die ISS-Besatzung nicht alleine sein. Im Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan wurde bereits die Rakete starklar gemacht, die am Donnerstag den Russen Gennadi Padalka, den US-Astronauten Michael Barratt und den Weltraumtouristen Charles Simonyi zur ISS bringen soll. Für den 60 Jahre alten Simonyi ist es bereits der zweite Flug ins All.

Die Rakete wurde am Dienstag mit der Sojus-Kapsel für die Astronauten auf einem Zug zur Startrampe gefahren. Traditionsgemäß waren die Astronauten dabei nicht zugegen; sie bereiteten sich im nahe gelegenen Trainingszentrum weiter auf ihren Start vor. Simonyi, der 35 Million Dollar für den Flug bezahlte, ist möglicherweise der letzte Privatmann, der mit einer russischen Rakete zur ISS fliegt.



Die ständige Besatzung der Raumstation soll nach dem Ausbau der Stromversorgung durch die „Discovery“-Besatzung demnächst auf sechs Astronauten erhöht werden. Japan, die Europäische Raumfahrtbehörde ESA, und Kanada wollen ihre Astronauten im Laufe des Jahres ins All bringen.



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