Rückschlüsse auf verbleibende fruchtbare Phase
Forscher berechnen Menopause

Ein Computerspezialist der St. Andrews Universität in Schottland hat eine Methode entwickelt, mit der sich berechnen lässt, wann die Menopause einer Frau beginnt.

HB/hsn DÜSSELDORF. Die Anzahl der Eizellen in den Eierstöcken erlaubt den schottischen Forschern Rückschlüsse auf die verbleibende fruchtbare Phase. Vor allem für Frauen, die eine künstliche Befruchtung wünschen oder ihre Familienplanung aus persönlichen oder beruflichen Gründen verschieben möchten, sei die Entdeckung von großer Bedeutung, schreiben die Ärzte in dem Magazin für Fortpflanzungsmedizin „Human Reproduction“.

Nach Aussagen der Forscher können mit der neuen Methode alle Frauen zwischen 25 und 50 Jahren mit einer einfachen Ultraschall-Untersuchung herausfinden, wie viele „fruchtbare“ Jahre ihnen noch bleiben – vorausgesetzt, sie nehmen nicht die Pille. Ähnlich wie bei der Untersuchung, mit der ein Arzt das ungeborene Baby im Mutterbauch beobachtet, lassen sich mit Ultraschall Zustand und Größe der Eierstöcke bewerten. Über das mathematische Verfahren, das von Thomas Kelsey in Zusammenarbeit mit dem Krebsforscher Hamish Wallace aus Edinburgh entwickelt wurde, lässt sich in einer Computeranalyse errechnen, wann die Eierstöcke voraussichtlich aufhören werden, Eizellen zu produzieren.

Kelsey und Wallace haben die Methode im Rahmen ihrer Forschungen zur Menopause junger Frauen, die in ihrer Kindheit an Krebs erkrankt waren, entwickelt. Die Bestrahlung im Rahmen der Krebsbehandlung kann die Eizellen der Frau zerstören und damit die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Ziel war es herauszufinden, wann die jungen Frauen voraussichtlich in die Wechseljahre kommen, damit diese ihr Leben und ihre Kinderwünsche darauf einstellen können.

Die Methode könne jeder Hausarzt anwenden, der über ein Ultraschallgerät verfügt, erläutert Kelsey. Das Verfahren habe sich in einer Studie mit gesunden Frauen zwischen 25 und 50 bewährt. Es könne aber auch bereits in sehr jungen Jahren angewendet werden, da die Zahl der Eizellen einer Frau mit der Geburt festgelegt wird.

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