Forschung + Innovation
Russland bestätigt Verlust des europäischen Satelliten Cryosat

Der europäische Polarforschungssatellit Cryosat ist nach Angaben der russischen Raketentruppen wegen Antriebsproblemen verloren gegangen. Nach dem Start hätten sich die zweite Stufe der Trägerrakete Rockot und der dritte Antriebsblock mit dem Satelliten nicht getrennt.

dpa MOSKAU. Der europäische Polarforschungssatellit Cryosat ist nach Angaben der russischen Raketentruppen wegen Antriebsproblemen verloren gegangen. Nach dem Start hätten sich die zweite Stufe der Trägerrakete Rockot und der dritte Antriebsblock mit dem Satelliten nicht getrennt.

Das sagte Generalleutnant Oleg Gromow am Samstagabend am Startplatz in Plessezk. Die Raketenbauer der Moskauer Firma Chrunitschew entschuldigten sich bei der Europäischen Raumfahrtagentur Esa für den Fehlschlag.

Die zweite Stufe der Rockot, einer umgerüsteten Interkontinentalrakete SS-19, habe gegen Ende ihrer Brennzeit versagt, sagte der Sprecher der Raketentruppen, Wjatscheslaw Dawydenko. Deshalb habe der Satellit nicht die planmäßige Umlaufbahn erreicht. „Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit kann man sagen, dass Cryosat verloren ist“, erklärte Dawydenko nach Angaben der Agentur Interfax. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos habe bis zur Klärung des Fehlschlags weitere Starts der Rockot gestoppt.

Cryosat sollte eigentlich drei Jahre lang das Schmelzen der Eiskappen an den Polen erforschen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%