Russland
Sojus-Kapsel dockt an Raumstation ISS an

Nach zwei Tagen Flug hat die 16. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS gemeinsam mit dem ersten Astronauten Malaysias das Ziel erreicht.

dpa MOSKAU. Nach zwei Tagen Flug hat die 16. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS gemeinsam mit dem ersten Astronauten Malaysias das Ziel erreicht.

Die Sojus-Raumkapsel dockte am Freitag um 16.50 Uhr Mesz automatisch in etwa 390 Kilometern Höhe an einer Einstiegsluke der ISS an. Der Kosmonaut Juri Malentschenko (45) und die US-Astronautin Peggy Whitson (47) sollen ein halbes Jahr im All arbeiten. Whitson wird nach russischen Angaben als erste Frau das Kommando an Bord der ISS übernehmen.

Als erster Astronaut seines Landes wird der malaysische Arzt Sheikh Muszaphar Shukor (35) an Bord der ISS arbeiten. Er soll am 21. Oktober mit der 15. Langzeitbesatzung zur Erde zurückkehren. Der gläubige Muslim wollte auch auf dem Flug zur ISS die Fastenregeln des Ramadan einhalten, der am Freitag endete.

Gut zwei Stunden vor Ankunft an der ISS hatte die Flugleitzentrale bei Moskau den Autopiloten für das Andockmanöver an der Raumstation eingeschaltet. Nach der erfolgreichen Ankunft überprüfte die Crew am Abend zunächst, ob der Übergang zur ISS luftdicht abgeschlossen war. Erst danach sollten die drei Astronauten in ihr vorübergehendes Zuhause schweben. Die russische Sojus-Trägerrakete war am Mittwochabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.

Malentschenko und Whitson werden unter anderem ein Projekt fortsetzen, das erforscht, wie Pflanzen in der Schwerelosigkeit wachsen können. „Für bemannte Flüge zum Mars ist es notwendig, ein Gewächshaus zu entwickeln“, sagte ein Mitarbeiter des russischen Raumfahrtprogramms der Agentur Interfax in Baikonur. Damit könnten sich die Astronauten während des langen Fluges teilweise selbst versorgen. Auf der ISS ist die sogenannte Orangerie aber nur 15 mal 23 Zentimeter groß.

Der neuen Langzeitbesatzung löst die beiden Russen Fjodor Jurtschichin und Oleg Kotow ab, die seit April im All waren. Der dritte Mann an Bord der ISS, der US-Astronaut Clayton Anderson, soll Anfang November an Bord eines US-Shuttles zur Erde zurückkehren. Malentschenko verbrachte bereits 1994 insgesamt 126 Tage an Bord der sowjetischen Raumstation Mir. Auch die ISS war bereits im Jahr 2003 für ein halbes Jahr das Zuhause Malentschenkos.

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