Forschung + Innovation
Sars-ähnliches Virus bei wilden Fledermäusen in China entdeckt

Chinesische Forscher haben einen engen Verwandten des lebensbedrohlichen Sars-Virus bei wilden Fledermäusen entdeckt.

dpa PEKING/WASHINGTON. Chinesische Forscher haben einen engen Verwandten des lebensbedrohlichen Sars-Virus bei wilden Fledermäusen entdeckt. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass die auf Wildtiermärkten entdeckten infizierten Larvenroller nicht die ursprüngliche Sars-Quelle sind, was auch frühere Untersuchungen bereits angedeutet hatten.

Stattdessen könnte das Sars-Coronavirus von den Fledermäusen stammen, bei denen die Forscher viele verschiedene Coronaviren gefunden haben, wie sie im Fachblatt „Science“ (DOI: 10.1 126/science.1 118 391) berichten. Der Sars-Erreger sei vermutlich ein Mitglied dieser Virengruppe. Wissenschaftler in Hongkong hatten Sars-ähnliche Viren zuvor auch schon in wilden Fledermäusen in Hongkong entdeckt.

Li Wendong von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking und seine Kollegen hatten für die aktuelle Studie unterschiedliche wilde Fledermäuse von vier verschiedenen Orten untersucht. Wie der Larvenroller sind auch Fledermäuse zunehmend eine Spezialität in der chinesischen Küche und Medizin in China und anderen Orten in Asien. Fledermäuse können Träger verschiedener Viren sein, meist ohne selbst Krankheitssymptome zu zeigen. Das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) war 2002 in Südchina ausgebrochen. Weltweit waren durch die Lungenkrankheit etwa 800 Menschen ums Leben gekommen und 8 000 infiziert worden.

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