Forschung + Innovation
Satellit beobachtet Geburt eines Schwarzen Lochs

Der europäisch-amerikanische Satellit „Swift“ hat nach Angaben der Nasa den „Geburtsschrei“ eines Schwarzen Lochs aufgefangen. Der Detektor beobachtete einen extrem kurzen Blitz intensiver Gammastrahlung, der vom Zusammenstoß zweier Neutronensterne oder älterer Schwarzer Löcher stammen könnte.

dpa WASHINGTON. Der europäisch-amerikanische Satellit „Swift“ hat nach Angaben der Nasa den „Geburtsschrei“ eines Schwarzen Lochs aufgefangen. Der Detektor beobachtete einen extrem kurzen Blitz intensiver Gammastrahlung, der vom Zusammenstoß zweier Neutronensterne oder älterer Schwarzer Löcher stammen könnte.

Damit sei es Nasa-Forschern erstmals gelungen, einen solchen kurzen Gammablitz nachzuweisen und zugleich dessen Herkunftsrichtung am Himmel zu bestimmen, teilte die US-Raumfahrtbehörde am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Washington mit.

Der Ursprung des energiereichen Strahlungsblitzes scheine bei einer relativ nahen Galaxie voller alter Sterne in 2,7 Mrd. Lichtjahren Abstand zu liegen. Das spreche für eine Kollision von Neutronensternen oder Schwarzen Löchern, betonte die Nasa. Sowohl Neutronensterne als auch Schwarze Löcher sind die Überreste ausgebrannter Sterne. Um Herkunft und Ursache des Strahlungsausbruchs genau zu erkunden, wird die Region jetzt unter anderem mit dem Keck- Teleskop auf Hawaii und mit dem Hubble-Weltraumteleskop beobachtet.

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