Satellit GOCE gestartet
Im vierten Anlauf in All

Einen Tag nach dem Startabbruch in letzter Sekunde hat der europäische Forschungssatellit nun doch seine Reise ins All angetreten. Eine russische Trägerrakete brachte den Klima-Satelliten der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa in eine Erdumlaufbahn.
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HB PARIS/PLESSEZK. Im vierten Anlauf ist der neuartige europäische Satellit GOCE doch noch erfolgreich gestartet: Er wurde am Dienstag mit einer Rocket-Trägerrakete vom russischen Raumfahrtzentrum Plessezk ins All geschossen.

Planmäßig um 15.21 Uhr MEZ begann GOCE seinen Flug in den wolkenlosen Himmel. Der Satellit soll aus niedriger Umlaufbahn das Schwerefeld der Erde so exakt wie nie zu vor vermessen und wertvolle Erkenntnisse über die Ozeanzirkulation und Erdbewegungen liefern.

Mit dem erfolgreichen Start ging eine schmerzhafte Pannenserie zu Ende. Am Montag war der Countdown wegen eines technischen Problems auf dem russischen Raketenstartplatz sieben Sekunden vor Ablauf gestoppt worden. Schon im vergangenen September und Oktober musste der Start des neuartigen Raumfahrzeugs, das mit einem Ionenantrieb gesteuert wird, zwei Mal in letzter Minute abgebrochen werden.

GOCE – die Abkürzung steht für Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer – soll in einer extrem niedrigen Umlaufbahn von 260 Kilometern kreisen. Er erstellt eine Karte des Erdschwerefeldes. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA sieht in dem 350 Mio. Euro teuren Projekt einen Meilenstein, mit dem wertvolle Erkenntnisse unter anderem für die Klima- und Vulkanforschung gewonnen werden sollen.

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