Satellitentechnologie
Großbritannien testet Weltraumtelefonie

Die Briten wollen einen Spezial-Satelliten ins All schießen. Zusammen mit der US-Weltraumbehörde Nasa hat das British National Space Centre (BNSC) damit vor, die Infrastruktur für Satellitentelefonate auf dem Mond schaffen - und dann eine Mondstation zu bauen.

DÜSSELDORF. Über das Projekt „Moonlite“ will das BNSC mit Hilfe des Satelliten eine Telekommunikationsstation zur Erde errichten. Zudem soll die Technik Messungen auf der Mondoberfläche und den Aufbau eines Weltraum-Kommunikationsnetzwerks ermöglichen.

Das Vorhaben der britischen Weltraumagentur ist ein erster Schritt hin zu einer bemannten Raumstation auf dem Erdtrabanten. Die Nasa plant, um das Jahr 2020 auf dem Südpol des Monds eine Basis zu errichten. Diese soll der Ausgangspunkt für die bemannte Erforschung des Sonnensystems werden. Die Amerikaner hatten ausländische Weltraumagenturen ausdrücklich aufgefordert, sich an dem kostspieligen Vorhaben zu beteiligen.

Der britische Wissenschaftsminister Ian Pearson hat angekündigt, das Engagement des Landes in der Weltraumforschung ausbauen zu wollen. „Die kommenden Jahrzehnte versprechen, noch aufregender zu werden als die vergangenen. Die Regierung ist entschlossen, dass Großbritannien ein Vorreiter in der Weltraumszene bleibt“, sagte Pearson.

Der Sektor trägt nach Angaben der BNSC derzeit rund 9,3 Mrd. Euro zum britischen Bruttosozialprodukt bei. 70 000 Arbeitsplätze hängen direkt von der Branche ab. Nun sollen Wissenschaftler die Technik des Moonlite-Projekts zunächst auf ihre Tauglichkeit hin überprüfen und die Kosten schätzen. Mit dem Startschuss ist nicht vor 2012 zu rechnen.

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