Forschung + Innovation
Schavan will Abwanderung deutscher Forscher stoppen

Die baden-württembergische Kultusministerin und Forschungsexpertin im Unions-Wahlkampfteam, Annette Schavan, will die Abwanderung deutscher Forscher ins Ausland stoppen. Zu diesem Zweck plant die CDU-Politikerin eine stärkere Unterstützung talentierter Nachwuchswissenschaftler.

dpa BONN/STUTTGART. Die baden-württembergische Kultusministerin und Forschungsexpertin im Unions-Wahlkampfteam, Annette Schavan, will die Abwanderung deutscher Forscher ins Ausland stoppen. Zu diesem Zweck plant die CDU-Politikerin eine stärkere Unterstützung talentierter Nachwuchswissenschaftler.

Im „Rheinischen Merkur“ forderte Schavan „mehr Begabtenförderung und mehr Förderung von Wegen hin zur Selbstständigkeit“. Das könne die Juniorprofessur oder die Förderung privater Hochschulen leisten. Für die Hochschulen verlangte Schavan „ein klares Signal für mehr Freiheit“. „Viele Hochschulrektoren wollen selber darüber entscheiden können, wie sie junge Talente halten“, sagte sie.

Nach Plänen der CDU-Politikerin sollen forschungspolitische Aktivitäten, die von der rot-grünen Bundesregierung ausgelagert wurden, etwa ins Wirtschaftsministerium, wieder unter einem Dach gesammelt werden. Als Beispiel nannte sie die Innovationsförderung für den Mittelstand. „Wir können die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft nur wirksam fördern, wenn die Kompetenzen an einem Ort gebündelt werden.“

Bei der embryonalen Stammzellenforschung will Schavan an den derzeit geltenden Regelungen festhalten. „Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht eine Ethik des Lebensschutzes unterschieden werden darf von einer Ethik des Heilens. Heilen und Heilung, die zustande kommen durch Zerstörung des Lebens, können ethisch kein Zukunftsrezept sein. Wir müssen also die Forscher fördern, die im Bereich der Stammzellenforschung Wege finden, die dieses schwer wiegende ethische Problem nicht berühren“, sagte Schavan.

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