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Schlafforscher: Bürolicht lähmt die innere Uhr

Menschen mit Bürojobs müssen sich über Schläfrigkeit nicht wundern - ihre innere Uhr erhält nach Einschätzung von Schlafforschern viel zu wenig Licht.

dpa BERLIN. Menschen mit Bürojobs müssen sich über Schläfrigkeit nicht wundern - ihre innere Uhr erhält nach Einschätzung von Schlafforschern viel zu wenig Licht.

„Tageslicht ist der wichtigste Zeitgeber für die innere Uhr. Während uns ein sonniger Tag etwa 100 000 Lux beschert, sind es aber selbst in gut ausgeleuchten Büros nur 400 Lux“, sagte Schlafforscher Prof. Till Roenneberg (Ludwig-Maximilians-Universität-München) auf einem Experten-Kolloquium der Daimler-Benz-Stiftung am Mittwoch in Berlin.

Sogar wer bei Regen auf den Bus warte, bekomme damit noch 10 000 Lux und die innere Uhr damit Gelegenheit, sich der äußeren Zeit anzupassen, erklärte Roenneberg. Andernfalls hinke der in den Genen verankerte Zeitgeber hinterher, der auch Leistungs- und Ruhephasen steuert. Folgen einer dauerhaft „falsch“ tickenden Uhr können Schlafstörungen, Energielosigkeit oder sogar Depressionen sein.

Noch mehr als Büromenschen seien Schicht- und Nachtarbeiter von dem Lichtmangel betroffen. „Bei einem Versuch im VW Werk Wolfsburg leuchteten wir einen Teil der Halle mit immerhin 2000 Lux aus. Die Folge: Die Arbeiter waren von dem Licht so angezogen, dass sie sogar ihre Pausen nicht im gemütlichen Pausenraum, sondern unter den Lampen verbrachten“, sagt Roenneberg. Die Suche nach geeigneten Programmen, die innere Uhr umzustellen, stehe jedoch noch am Anfang.

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