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Mit dem Ameisenbus durch den Regenwald

Getarnt als Ameisenhintern

Doch damit nicht genug: Um sich vor Entdeckung zu schützen, hat der Käfer eine ganz besondere Strategie entwickelt. Er tarnt sich während der Reise als Ameisenhintern.

„Von oben ist es schwierig, den Käfer zu entdecken, da er in Form und Größe dem Abdomen der Ameisen sehr ähnlich ist“, erläutert Christoph von Beeren, einer der Entdecker des Tieres. „Wenn man die Tiere aber von der Seite betrachtet, sieht es so aus, als hätte die Ameise zwei Hinterteile. Wir vermuten, dass die Käfer auf diese Weise eine Fremderkennung des Wirtes vermeiden können und somit als unerkannte Gäste mitreisen.“

Noch wissen die Forscher nicht, wie sich der Käfer vor Attacken schützt, wenn er sich in den Ameisenstrom wagt. Klar ist aber, warum er die Nähe zu den Wandertieren sucht: Neben einem Anteil an der vom Ameisenheer erbeuteten Nahrung kann er auch auf besseren Schutz hoffen, denn kein Beutegreifer würde sich freiwillig in eine Kolonne hungriger Ameisen wagen. Schutz, Nahrung und ein bequemes Transportmittel – drei gute Gründe, die einen vergessen lassen können, dass man wie ein Ameisenhintern aussieht.

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Thomas Trösch
Thomas Trösch
Handelsblatt / Redakteur Wissenschaft + Technik
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