Schneller schlau
Kann man auch mit Zucker streuen?

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Der Winter ist mit voller Wucht über Deutschland hereingebrochen, überall im Land bunkern die Städte wieder Streusalz – oder im Fachjargon: Auftausalz. Im vergangenen Jahr wurde das Salz in vielen deutschen Kommunen knapp. Könnten sie nicht auf Zucker ausweichen?

Im Grunde schon: Salz und Zucker sind beide wasserlöslich und sowohl Salz- als auch Zuckerwasser haben einen niedrigeren Schmelzpunkt als reines Wasser. Selbst bei Minustemperaturen ist das Eis nie komplett gefroren, an den Grenzflächen schmilzt immer etwas. In diesem Wasser löst sich das Salz oder der Zucker auf und verhindert so das erneute Einfrieren durch die Senkung des Schmelzpunktes. Da sich immer etwas Eis in Wasser verwandelt, schmilzt das Eis unter Beigabe von Salz oder Zucker langsam ab.

Die Verwendung von Abtausalz hat zahlreiche Nachteile für die Umwelt. Zusammen mit dem Schmelzwasser gelangt es in den Boden. Viele Pflanzen reagieren empfindlich auf den erhöhten Salzgehalt – darunter Linden, Ahorne, Rosskastanien und Fichten. Auch bei Haustieren, die auf gestreuten Gehwegen laufen, kann das Salz zu Entzündungen an den Pfoten führen. Süßen Schnee wird man in den Städten dennoch kaum finden: Salz ist schlicht günstiger als Zucker.

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