Schneller schlau: Warum hat der Tölpel blaue Füße?

Schneller schlau
Warum hat der Tölpel blaue Füße?

Kritisch beäugt – Schneller schlau entführt Sie in die Welt des Wissenswerten.
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Wer so herrlich blaue Füße hat wie der Blaufußtölpel, der sollte sie auch zeigen. Und genau das tut das Tölpel-Männchen auch, wenn es um ein Weibchen wirbt. Gravitätisch marschiert es vor dem potenziellen Nistplatz auf und ab und präsentiert dabei immer wieder seine namengebenden Gehwerkzeuge.

Das Herumstolzieren mag auf unbeteiligte Beobachter befremdlich wirken, das Weibchen dagegen achtet sehr genau auf das, was ihm da präsentiert wird. Denn eine leuchtend blaue Fußfarbe lässt auf einen besonders erfolgreichen Vogelvater hoffen.

Die blaue Farbe verdanken die Vögel zum einen einer Kollagenschicht unter der Oberhaut ihrer Füße und Schwimmhäute. Sie sorgt dafür, dass vor allem blaues Licht reflektiert wird.

Zum anderen sorgen aber auch über die Nahrung aufgenommene Farbstoffe, sogenannte Carotinoide, für die nötige Farbintensität. Je erfolgreicher der in den Gewässern rund um die Galapagos-Inseln auf Fischjagd gehende Vogel bei der Nahrungssuche ist, desto kräftiger erstrahlt das Blau seiner Füße. Bei Experimenten mexikanischer Biologen zeigte sich, dass schon nach zwei Tagen ohne Nahrung die Farbe der Vogelfüße merklich verblasste.

Kein Wunder also, dass die Tölpeldame so genau hinschaut, teilt sie sich doch mit dem Männchen die Brutpflege. Und da sollte der Partner nicht nur selbst bei Kräften bleiben, sondern auch genügend Futter für den Nachwuchs heranschaffen.

Das Weibchen behält die Fußfarbe des Männchens auch nach der Paarung genau im Blick. Sollte der Partner nach der ersten Eiablage doch noch schwächeln, fällt das zweite Ei gleich deutlich kleiner aus. Offenbar billigt die Vogeldame dem Zweitgeborenen eines schwächlichen Männchens von vornherein schlechtere Überlebenschancen zu.

Übrigens: In der Luft und im Wasser zeigt sich der Blaufußtölpel von einer gänzlich untölpelhaften Seite. Der geschickte Flieger schießt bei der Jagd aus großer Höhe wie ein Pfeil ins Wasser und erreicht dabei Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h. Seine Beute jagt er in Wassertiefen bis zu 25 Meter und verspeist sie meist noch unter Wasser.

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