Schneller schlau
Warum ist Mr. Spock im Weltall unerwünscht?

Der Logiker mit den spitzen Ohren darf sich gern an Bord des Raumschiffs Enterprise auf interstellare Fernreisen begeben. In unserem Sonnensystem ist der berühmteste Vulkanier der Filmgeschichte dagegen eher unerwünscht.
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Auf den ersten Blick gibt es wohl kaum einen besseren Namenspatron für einen Himmelskörper als Mr. Spock. Wie oft der spitzohrige Logiker die Erde, die Galaxis oder gar das ganze Universum gerettet hat, dürften wohl nur eingefleischte Trekkies ganz genau nachhalten können.

Trotzdem sorgte der Kleinplanet „(2309) Mr. Spock“, der im Astroidengürtel zwischen Mars und Jupiter seine Bahn zieht, für einiges Unbehagen bei der Internationale Astronomische Union (IAU). Die Institution, die über die korrekte Namensgebung für Himmelskörper wacht, hätte Mr. Spock beinahe aus den offiziellen Listen verbannt.

Dabei hat die IAU normalerweise keine Berührungsängste mit der Welt der Science-Fiction. Zahlreiche andere Figuren des Star-Trek-Universums ziehen friedlich als Kleinplaneten durchs All, ohne dass die Namenswächter Anstoß daran nähmen. Um das Unbehagen im Fall von Mr. Spock verstehen zu können, muss man – wie es auch Vulkanier von Zeit zu Zeit tun – einen Zeitsprung wagen: eine Reise zurück ins Jahr 1971.

In jenem Jahr entdeckte der Astronom James B. Gibson bei der Durchmusterung des Asteroidengürtels einen kleinen Himmelskörper. Nachdem er sich durch Berechnung der exakten Umlaufbahn davon überzeugt hatte, dass es sich um einen bis dahin unbekannten Planetoiden handelte, informierte er die IAU über seinen Fund und sicherte sich so das Recht, den Himmelskörper benennen zu dürfen. Und so fand der Brocken mit gut 20 Kilometer Durchmesser unter dem Namen „(2309) Mr. Spock“ Eingang in die offiziellen IAU-Listen.

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