Schneller schlau
Was tun US-Bürger traditionell am „Black Friday“?

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Nein, es geht hier nicht um einen der inzwischen recht zahlreichen Krisentage der Finanzgeschichte. Den „Schwarze Freitag“ etwa, der im deutschen Sprachraum zum Synonym für den Börsencrash im Oktober 1929 geworden ist, kennen englische Muttersprachler eher als „Black Thursday“ – eingedenk der Tatsache, dass der jenem Freitag vorhergehende Donnerstag der US-Börse deutlich größere Kurseinbrüche brachte.

Einmal im Jahr, am Freitag nach Thanksgiving, gönnt sich Amerika einen kollektiven Einkaufstag – eben jenen Black Friday. Da Thanksgiving als gesetzlicher Feiertag in den USA stets auf den vierten Donnerstag im November fällt, nutzen viele Amerikaner den folgenden Freitag, um sich mit einem Urlaubstag ein verlängertes Wochenende zu gönnen. Und dieser Kurzurlaub wird traditionell zum Einkaufen genutzt.

Schon in den frühen Morgenstunden sammeln sich an den Geschäften die Menschen, um möglichst viele der speziell für diesen Tag angebotenen Schnäppchen zu ergattern. Und die Händler tun einiges, um den Verkauf anzuheizen. Mit großzügig berechneten Öffnungszeiten (manche Geschäfte öffnen bereits um 00.01 Uhr ihre Tore) und einer Fülle von Sonderangeboten starten die Einzelhändler am Black Friday traditionell das Weihnachtsgeschäft.

Dem großen Kundenandrang verdankt der Black Friday wohl auch seinen Namen. Eine Theorie zur Herkunft des Begriffes verweist nämlich auf die gewaltige Menge, die sich durch die Straßen und Geschäfte wälzt und auf Außenstehende wie eine geballte schwarze Masse wirkt.

Vielleicht geht der Name aber auch darauf zurück, dass die Händler mit dem Geschäft am Black Friday gute Chancen haben, aus den roten in die schwarzen Zahlen zu kommen. Denn auch wenn der Schwarze Freitag nicht der umsatzstärkste Tag des Jahres ist, wie mitunter behauptet wird, ein besonders guter Tag zum Geldverdienen ist er allemal.

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