Schneller schlau
Wie kommen die Käfer in die Technik?

Kleine Plagegeister – Schneller schlau, die tägliche Portion Wissen.
  • 0

Diese Käfer kann kein Kammerjäger verjagen. "Bug" - englisch für Käfer - heißt nämlich das, was einen Rechner zum Absturz bringt. Meistens liegt das an einem Fehler im Programmcode, der nicht mit Pestiziden, sondern durch das Geschick eines Programmierers behoben wird. Aber woher kommt der Vergleich aus der Tierwelt? Ursprung des Wortes "Bug" für einen technischen Fehler ist vermutlich der amerikanische Volksmund.

Im 19. Jahrhundert war Telefonieren noch eine im wahrsten Sinne berauschende Erfahrung. Die Gesprächsqualität des gerade erst erfundenen Geräts war denkbar schlecht. Die ersten Telefonisten vermuteten daher spaßeshalber, kleine Käfer würden an den unterirdisch verlegten Leitungen knabbern und so die Störung verursachen. Von Thomas Edison ist dies auch in einem Schriftwechsel mit einem Erfinderkollegen dokumentiert.

Der bekannteste Bug ist wohl der so genannte Millenium-Bug. Mit der Zeitumstellung zum Jahr 2000 befürchteten viele Computer-Experten, dass die meiste Software die Umstellung auf das neue Jahrtausend nicht mitmacht. Vom Stromausfall bis zur Kernschmelze wurden alle möglichen Katastrophen prophezeit. Von den angekündigten Weltuntergangsszenarien war dann aber keine Spur. Im Vorfeld wurde bereits großflächig auf neuere Technik umgestellt, die auch im Jahr 2000 ihren Dienst verrichten konnte.

Kommentare zu " Schneller schlau: Wie kommen die Käfer in die Technik?"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%