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Wo Edelsteine vom Himmel regnen könnten

Ein 1000 Lichtjahre entfernter Planet lässt Astronomen staunen – zum Beispiel, weil seine mächtigen Wolken aus dem Grundstoff von Rubinen und Saphiren bestehen. Doch HAT-P-7b hat noch mehr Ungewöhnliches zu bieten.

HAT-P-7b gehört zu den planetaren Schwergewichten: Der gut 1000 Lichtjahre entfernte Exoplanet ist 500-mal massereicher als die Erde und 40 Prozent größer als Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems.

Vergleichbare Werte kennen Planetenforscher allerdings auch von anderen fernen Welten. Bislang beispiellos ist dagegen, was sich in der Atmosphäre des Gasgiganten abspielt, wo extreme Winde riesige Wolken um den Planeten jagen. Denn diese Wolken haben es buchstäblich in sich.

Wie Wissenschaftler der Universität Warwick jetzt herausfanden, bestehen sie aus Korund, einem Mineral aus der Klasse der Oxide. Auf der Erde kennen wir es vor allem in seiner wertvollsten Form: als Rubine oder Saphire, je nachdem, ob dem Korund Chrom oder Eisen beigemengt ist. Würden die Wolken von HAT-P-7b wie auf der Erde ihre Schleusen öffnen, könnte also ein sehr edler Regen auf dem Planeten niedergehen.

Mehr als diese Kuriosität interessierte die Forscher allerdings die Dynamik der Windbewegung auf HAT-P-7b. Mit Hilfe des Kepler-Teleskops konnten sie das Licht analysieren, das von der Wolkendecke des Planeten reflektiert wird. Vor allem ein sehr heller Fleck erregte dabei ihr Interesse: Er veränderte in auffälliger Weise seine Position, was die Forscher als Auswirkung extremer Stürme interpretieren.

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Starke Winde durch extreme Temperaturen

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