Schneller schlau
Woher stammt das Wow-Signal?

Seit 1977 gibt das Wow-Signal Rätsel auf: Stammt das seinerzeit von einem Radioteleskop empfangene Signal von einer außerirdischen Zivilisation? Ein US-Forscher hat da seine ganz eigene Vermutung.

Ein Professor aus Florida schickt sich an, eines der bekanntesten Rätsel bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz zu entzaubern. Antonio Paris vom St Petersburg College in Florida vermutet, dass das bekannte Wow-Signal, das ein Radioteleskop im Jahr 1977 aufzeichnete, von einem vorbeiziehenden Kometen stammt. Damit wäre der bislang aussichtsreichste Kandidat für ein Signal einer Alien-Zivilisation auf eine natürliche Quelle zurückgeführt.

Im August 1977 hatte der Astrophysiker Jerry Ehman Messergebnisse des Big-Ear-Teleskops der Universität von Ohio kontrolliert und dabei die Spur eines möglichen Signals  einer außerirdischen Intelligenz entdeckt. In einem Anflug von Euphorie kritzelte er ein „Wow!“ an den Rand des Ausdrucks.

Bei dem Fund handelte es sich um ein Schmalband-Radiosignal von der Dauer und Intensität, die wir von einem Signal einer fremden Zivilisation erwarten würden. Der Frequenzbereich entsprach dem, in dem neutraler Wasserstoff strahlt – ein Element, das im All so häufig ist, dass seine Wellenlänge allen fortschrittlichen Zivilisationen bekannt sein müsste. Hatte E. T. sich mit dem Wow-Signal tatsächlich aus den Tiefen des Alls gemeldet?

Leider verschwand das Signal genauso plötzlich, wie es erschienen war. Als der zweite Detektor des Teleskops drei Minuten nach dem Empfang den fraglichen Himmelabschnitt ins Visier nahm, war es bereits nicht mehr nachweisbar. Bis heute hat niemand die vermeintliche Botschaft aus dem All noch einmal empfangen.

Glaubt man Antonio Paris, ist das auch nicht verwunderlich. Wie das Wissenschaftsmagazin New Scientist berichtet, vermutet der Forscher, dass das Wow-Signal durch einen vorüberziehenden Kometen verursacht wurde. Solche Schweifsterne können große Mengen Wasserstoff freisetzen, wenn sie sich in Richtung Sonne bewegen. Laut Paris könnte das Teleskop seinerzeit die Spur einer solchen Wasserstoffwolke registriert haben.

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Schweifsterne unter Beobachtung

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