Forschung + Innovation
Schwankende Hormonspiegel ändern das weibliche Gehirn

Schwankende Hormonspiegel können das Gehirn und damit auch das Verhalten von Frauen im Verlauf des monatlichen Zyklus beeinflussen. Mit den Hormonen ändern sich die Andockstellen für einen der wichtigsten Nervenbotenstoffe im Hirn.

dpa NEW YORK. Schwankende Hormonspiegel können das Gehirn und damit auch das Verhalten von Frauen im Verlauf des monatlichen Zyklus beeinflussen. Mit den Hormonen ändern sich die Andockstellen für einen der wichtigsten Nervenbotenstoffe im Hirn.

Das berichten Neurologen von der Universität von Kalifornien in Los Angeles in der Juni-Ausgabe des Fachjournals „Nature Neuroscience“ (Online-Vorab: DOI: 10.1 038/nn1469). Die bei Mäusen beobachteten Veränderungen könnten möglicherweise eine molekulare Erklärungsbasis für manche Zyklus- Symptome bieten, meinen die Forscher um Istvan Mody.

So steigt etwa bei mehr als drei Viertel aller Epileptikerinnen das Risiko eines neuen Anfalls, wenn der Spiegel des Hormons Progesteron sinkt. Ebenso leiden rund fünf Prozent aller menstruierenden Frauen in der Woche vor Beginn ihrer Periode unter schweren Angst- und Depressionszuständen.

Die Hormone Östrogen und Progesteron wirken sich je nach ihrem Pegel stimulierend oder auch hemmend auf die Übertragung von Signalen im Hirn aus. Bisher war unklar, welche molekularen Mechanismen diese Veränderungen steuern. Jetzt zeigt das Team um Mody, dass die schwankenden Hormonspiegel unterschiedliche Rezeptor-Subtypen für den Botenstoff Gaba (Gamma-Aminobuttersäure) aktivieren. Dies könne die Signalübertragung im Hirn verändern und so möglicherweise zu verschiedenen Zyklus-Symptomen wie Angst und dem steigenden Anfallrisiko bei Epileptikerinnen führen.

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