Forschung + Innovation
Sender helfen bei Erforschung von Mini-Elefanten

Satellitensender sollen bei der Erforschung der Wanderwege von Mini-Elefanten auf der südostasiatischen Insel Borneo helfen. Fünf der scheuen Tiere tragen nach Mitteilung der Umweltstiftung WWF seit Ende Juli entsprechend ausgestattete Halsbänder.

dpa FRANKFURT/MAIN. Satellitensender sollen bei der Erforschung der Wanderwege von Mini-Elefanten auf der südostasiatischen Insel Borneo helfen. Fünf der scheuen Tiere tragen nach Mitteilung der Umweltstiftung WWF seit Ende Juli entsprechend ausgestattete Halsbänder.

Mit rund 2000 Tieren stehe der drei Meter große und bis zu 4 500 Kilogramm schwere Borneo-Zwergelefant vor dem Aussterben. „Anders als seine größeren Verwandten ist der Borneo-Zwergelefant noch immer ein weitgehend rätselhaftes und unerforschtes Tier. Wir wollen herausfinden, wie groß sein Streifgebiet ist, wie seine Wanderwege aussehen, wie oft er Nachwuchs bekommt und wie viele Elefanten es tatsächlich noch gibt“ sagte WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler am Montag. Das Projekt im malaysischen Bundesstaat Sabah sei auf fünf Jahre angelegt.

Die Rodung der Regenwälder für Ölpalm-Plantagen ist nach Einschätzung der Artenschützer die Hauptgefahr für die Mini- Elefanten. Am Kinabatangan-Fluss, einem der längsten Ströme Borneos, blieben ihnen nur noch kleine Waldinseln in einem Meer von Plantagen. Im malaysischen Teil seien bereits 1,6 Mill. Hektar Regenwald gerodet worden. „Der Wahnsinn hat Methode und bringt die Borneo- Elefanten an den Rand des Aussterbens“, sagte Ziegler.

Weil die Nahrung für die Dickhäuter knapp wird, dringen sie in die Plantagen ein und fressen Früchte und Blätter der Ölpalmen. Deshalb werden nach Darstellung des WWF immer wieder Tiere getötet. Der WWF will entlang des 560 Kilometer langen Kinabatangan-Flusses ein Netz aus Schutzgebieten schaffen, um das Überleben der Elefanten zu sichern.

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