Forschung + Innovation
Senkt moderater Alkoholgenuss das Nierenrisiko?

Mediziner der Berliner Charité haben bei Männern einen Zusammenhang zwischen moderatem Alkoholkonsum und sinkendem Risiko für Nierenschäden beobachtet.

dpa BERLIN. Mediziner der Berliner Charité haben bei Männern einen Zusammenhang zwischen moderatem Alkoholkonsum und sinkendem Risiko für Nierenschäden beobachtet. In der statistischen Auswertung hatten Männer, die rund sieben alkoholische Getränke pro Woche tranken, deutlich günstigere Kreatinin-Blutwerte, teilte die Charité mit.

Der Kreatininspiegel ist ein wichtiges Maß für die Funktionsfähigkeit der Nieren. Es handele sich bislang aber lediglich um die Beobachtung einer Assoziation, betonte Studienautorin Elke Schäffner. Über den Mechanismus, mit dem Alkohol das Risiko für Nierenschäden senken könnte, lasse sich vorerst nur spekulieren.

Für die Studie wurden an der Charité Daten von 11 000 US-Ärzten ausgewertet, die freiwillig Blutproben zur Verfügung stellten und Angaben zu ihrem Alkoholkonsum machten. Je höher der Kreatininwert im Blut ist, desto eher gilt die Funktionsfähigkeit der Niere als beeinträchtigt. „Bei Männern mit sieben Drinks pro Woche lag das Risiko, an erhöhten Kreatinin-Werten zu leiden, um 30 Prozent niedriger als beispielsweise bei Abstinenzlern“, sagte Schäffner. Dies dürfe jedoch nicht als Aufforderung zum Alkohol trinken missverstanden werden. Zu viel Alkoholgenuss führe in Deutschland jedes Jahr zu Gesundheitsschäden in Milliardenhöhe.

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