Serie: Hermes Award 2006
Laser beschleunigt den Pipelinebau

Der Maschinenbauer Vietz hat mit Bremer Forschern ein mobiles Schweißverfahren entwickelt, das die Arbeit an Gas- und Öl-Pipelines nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch sicherer macht.

DÜSSELDORF. Rohre können per Laserstrahl in einem Arbeitsgang ohne Zusatzstoffe verbunden werden. Fast gleichzeitig wird die Schweißnaht durch Ultraschallmessung auf ihre Qualität überprüft. Das hannoversche Unternehmen Vietz, spezialisiert auf die Entwicklung von Maschinen und Anlagen für den Bau großer Rohrleitungen für den Transport von Gas, Wasser oder Öl, hat das Laserverfahren gemeinsam mit dem Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (Bias) entwickelt. Nachdem sich die Technik im Labor bewährt hat, soll sie im Herbst erstmals mit Eon-Ruhrgas im Gelände auf ihre Praxistauglichkeit getestet und optimiert werden.

Mit dieser Innovation ist Vietz unter die Top-5-Unternehmen gekommen, aus denen der Preisträger des diesjährigen Hermes Award gewählt wird. Der Technologiepreis ist mit 100 000 Euro dotiert und wird am 23. April – am Vorabend der Hannover Messe – von Forschungsministerin Annette Schavan verliehen.

Bislang werden Pipelinerohre, die einen Durchmesser von fast einem Meter besitzen, per Hand geschweißt. Das ist aufwendig, da die einzelnen Rohre durch Schweißnähte mit bis zu sieben aufeinander aufbauenden Lagen miteinander verbunden werden. Die Stahlrohre werden dazu mit einem Gestell angehoben, von innen zentriert und millimetergenau positioniert. Erst dann können Arbeiter in Handarbeit die ersten Schweißlagen anbringen.

Da die einzelnen Lagen zwischendurch immer wieder abkühlen müssen, wird in der Regel an mehreren Stellen parallel gearbeitet. „Das heißt, es sind fünf Schweißeinheiten im Einsatz und es werden viele Schweißer benötigt, um eine Pipeline zügig bauen zu können“, sagt Eginhard Vietz, der Firmenchef des mittelständischen Unternehmens.

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